Erstellt am 04. November 2015, 05:52

von Andreas Kössl

Politischer Mut ist notwendig. Andreas Kössl über die Ankunft der Flüchtlinge in St. Georgen/Reith.

Vergangene Woche haben 49 Kriegsflüchtlinge im ehemaligen Blindenheim in St. Georgen/Reith Quartier bezogen. Die Wogen, die deswegen anfangs hochgingen, haben sich wieder einigermaßen geglättet.

Der Großteil der Bevölkerung wird bald feststellen, dass es sich bei den Ankömmlingen um Menschen wie du und ich handelt und etwaige Ängste unbegründet sind. Erfreulich ist auch, dass es so viele Menschen in der Gemeinde gibt, die den Flüchtlingen unter die Arme greifen wollen. Das wurde am Montag bei einem ersten Treffen der Helfer deutlich.

Angesichts der derzeitigen prekären Situation ist es eine humanitäre Notwendigkeit, den Flüchtlingen zu helfen. Die 559-Einwohner-Gemeinde St. Georgen/Reith nimmt diese Verantwortung wahr, auch wenn Bürgermeister Helmut Schagerl deswegen viel Kritik über sich ergehen lassen musste. Letztendlich wäre es aber wohl nie so weit gekommen, hätte der Ortschef hier nicht die Fäden in die Hand genommen und gesagt: „Wir machen das.“ Schön zu sehen, dass es noch Politiker gibt, die sich etwas trauen.