Erstellt am 10. November 2015, 05:22

von Ingrid Vogl

Profisport mit Hindernissen. Ingrid Vogl über Inlineskater Christian Kromoser.

Er ist die Nummer zwei des Landes und mehrfacher Staatsmeister. Im Juli eroberte er bei der EM als Achter eine Top-Ten-Platzierung. In wenigen Tagen wird er Österreich bei der Weltmeisterschaft in Taiwan vertreten.

Wäre Christian Kromoser Fußballer, dann hätte er bei diesem Leistungsniveau vermutlich ein ziemlich sorgenfreies Leben. Der 22-Jährige ist aber Inlinespeedskater und als solcher kämpft man hierzulande mit finanziellen Problemen und fehlender Anerkennung.

Neben professionellem Training sowie Wettkämpfen im In- und Ausland brachte Kromoser in den letzten Jahren auch noch ein zeitaufwendiges Medizinstudium in seinem Tagesablauf unter. Das fällt mit Beginn des neuen Jahres zumindest für sechs Monate weg. Ab Jänner absolviert Kromoser nämlich seinen Grundwehrdienst und kann sich als Heeres-Leistungssportler ausschließlich auf seine Skatekarriere konzentrieren.

Was die Rahmenbedingungen fürs Training betrifft, ist das ein Riesenschritt nach vorne. Aus finanzieller Sicht ist es aber eher ein Rückschritt, denn für Grundwehrdiener fallen Sozialleistungen weg. Geld, das bisher für die Karriere dringend benötigt wurde. Diese wird als Profi nun noch schwieriger als bisher. Logisch ist das irgendwie nicht und gerecht schon gar nicht.