Erstellt am 25. Mai 2016, 05:24

von Andreas Kössl

Zuspruch für FPÖ am Land. Andreas Kössl über das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl im Bezirk Amstetten.

Am Ende hat der grüne Professor den blauen Parteistrategen doch noch ausstechen können. Nicht so hier. Ginge es nach den Wählern in NÖ und im Bezirk, hätte das Mitglied einer schlagenden Burschenschaft nun das höchste Amt im Staate inne.

Vor allem im ländlichen Bereich konnte Hofer punkten. In Waidhofen etwa kam der FPÖ-Kandidat in Windhag, St. Leonhard/Walde und St. Georgen/Klaus auf jeweils über 60 Prozent der Stimmen.

Mit dem Ausländerthema lässt sich das vielleicht noch in St. Leonhard und der dortigen Flüchtlingsunterkunft erklären und in St. Georgen kann man auf die Freiheitliche Bauernschaft verweisen – aber Windhag?

Dieser Zuspruch für Hofer am Land, der sich durch den ganzen Bezirk Amstetten zieht (Ertl: 68,7 %) rührt wohl auch von einer gewissen Orientierungslosigkeit in traditionell tiefschwarzen Sprengeln nach dem Wegfall eines ÖVP-Angebots her. Eine persönliche Deklarierung der lokalen ÖVP-Politik im Vorfeld hätte diese Orientierung womöglich bieten können. Sie blieb aber durch die Bank aus.