St. Georgen am Reith

Erstellt am 28. Januar 2018, 20:40

von Andreas Kössl

ÖVP im Ybbstal überall die Nummer eins. Rotes Wahldebakel in St. Georgen/Reith: SPÖ verliert 23,49 Prozent.

Vizebürgermeister Mario Wührer, Bürgermeister Werner Krammer und Stadtrat Peter Engelbrechtsmüller (alle ÖVP) studierten das Waidhofner Wahlergebnis im Rathaus.  |  Lugmayr

9.300 Bürger waren in der Stadt Waidhofen heute aufgerufen, um den NÖ Landtag neu zu wählen. 70,69 Prozent machten von ihrem Wahlrecht auch Gebrauch. Bei der letzten Landtagswahl 2013 waren es noch 73,98 Prozent.

Die ÖVP als klar stimmenstärkste Partei konnte in der Heimatgemeinde von NÖAAB-Bezirkskandidat Werner Krammer (Listenplatz drei) von 55,08 Prozent im Jahr 2013 auf 55,18 Prozent minimal zulegen. Die SPÖ steigerte sich um 2,81 Prozentpunkte auf 19,71 Prozent und liegt damit immer noch ganz klar vor der FPÖ, die in der Statutarstadt 10,85 Prozent erreichte.

Mit einem Plus von 4,37 Prozentpunkten konnten sich die Freiheitlichen in Waidhofen vom fünften Platz 2013 nun auf den dritten Platz vorkämpfen. Dahinter liegen die Grünen mit 7,51 Prozent, was ein Minus von 2,29 Prozentpunkten bedeutet. Die NEOS kamen in Waidhofen bei ihrem ersten Antreten bei einer Landtagswahl auf 6,13 Prozent.

72,01 Prozent für ÖVP in Allhartsberg

Die meisten Stimmen im Ybbstal erreichte die ÖVP in Allhartsberg. Die Volkspartei ist in der Heimatgemeinde von Bauernbund-Bezirkskandidat Anton Kasser (Listenplatz zwei) mit 72,01 Prozent (+0,23 %) ganz klar die Nummer eins. Ein Top-Ergebnis erzielte die ÖVP mit 62,55 Prozent auch in Ybbsitz, auch wenn sie hier 2,08 Prozentpunkte abgeben musste. Über 50 Prozent erreichte die Volkspartei im Ybbstal auch in St. Georgen/Reith (59,65 %), Opponitz (56,69 %) und Hollenstein (53,72 %). Vorne lag die ÖVP, wie schon bei der Landtagswahl 2013, in allen acht Ybbstalgemeinden.

FPÖ in Kematen top

Die SPÖ erzielte ihre besten Ergebnisse im Ybbstal in Sonntagberg (37,10 %) und Kematen (33,31 %). Ein Debakel erlebten die Sozialdemokraten jedoch in St. Georgen/Reith. In der Heimatgemeinde des scheidenden SPÖ-Landtagsabgeordneten Helmut Schagerl verloren die Sozialdemokraten 23,49 Prozentpunkte. Während in der kleinen Ybbstalgemeinde vor fünf Jahren noch 178 Wähler der Partei ihres Bürgermeisters die Stimme gaben und die SPÖ damit auf 42,79 Prozent kam, waren es heute nur noch 66 Personen, die rot wählten.

Die SPÖ kam auf nur 19,30 Prozent der Stimmen, während die ÖVP in St. Georgen/Reith um 10,37 Prozentpunkte zulegen konnte. Stark zulegen konnten hier aber auch die Freiheitlichen. Sie kamen mit einem Plus von 11,29 Prozent auf 13,45 Prozent. Ebenfalls 11,29 Prozentpunkte konnte die FPÖ in Opponitz, der Heimatgemeinde von FPÖ-Bezirksspitzenkandidat Alexander Schnabel zulegen. Die Freiheitlichen kamen hier auf 14,87 Prozent. Ihr bestes Ergebnis erzielte die FPÖ aber mit 15,02 Prozent in Kematen.

Die Grünen erzielten ihre besten Ergebnisse in Waidhofen (7,51 %) und Ybbsitz (6,82 %), die NEOS in Waidhofen (6,13 %), Sonntagberg (4,69 %) und Ybbsitz (4,60 %). Die Wahlbeteiligung war im Ybbstal mit 82,33 Prozent in Allhartsberg am höchsten.

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