Erstellt am 21. April 2017, 05:00

von Andreas Kössl

Europa auf der Leinwand. 160 Spiel- und Dokumentarfilme sind von 25. bis 30. April bei „Crossing Europe“ in Linz zu sehen. Internationale Festivalerfolge stehen neben Arbeiten lokaler Filmschaffender.

„Chez Nous“ von Lucas Belvaux wird bei der Eröffnung gezeigt ...  |  Crossing Europe

Gesellschaftspolitisch relevante und künstlerisch unkonventionelle Filme aus ganz Europa flimmern zwischen 25. und 30. April wieder in Linz über die Kinoleinwände, wenn zum bereits 14. Mal das „Crossing Europe“-Filmfestival über die Bühne geht. 160 Spiel- und Dokumentarfilme stehen heuer auf dem Programm.

Eröffnung am 25. April

Einmal mehr erhalten die Besucher dabei Einblicke in die sowohl thematische als auch formale Vielseitigkeit des europäischen Filmschaffens. International prämierte Produktionen stehen neben Arbeiten lokaler Filmemacher, denen mit der Programmsektion „Local Artists“ wieder ein Forum zur Präsentation geboten wird.

Daneben beleuchtet die Sektion „Arbeitswelten“ europäische Arbeitsrealitäten in Zeiten von Globalisierung und Wirtschaftskrise und die Sektion „Architektur und Gesellschaft“ nimmt unter dem Titel „Gender & Space“ das Verhältnis von Geschlechterrollen in den Fokus.

Ebenfalls in Linz zu sehen: „Late Blossom Blues“.  |  Crossing Europe

Im Rahmen eines Tributs gilt es, die filmischen Arbeiten des polnischen Künstlerpaares Anka und Wilhelm Sasnal zu entdecken, während sich die Reihe „Nachtsicht“ auch heuer wieder dem fantastischen Kino widmet.

Eröffnet wird das Filmfestival am 25. April wieder mit fünf ausgesuchten Arbeiten, die einen repräsentativen Querschnitt durch die einzelnen Programmsektionen bieten. Darunter findet sich der Spielfilm „Chez Nous“ von Lucas Belvaux. Dabei steht ein Wahlkampf in einem nordfranzösischen Bergbaugebiet im Zentrum, im Zuge dessen eine rechtspopulistische Kommunalpartei versucht, mit einer beliebten Gemeindebürgerin um Stimmen zu buhlen.

Ebenfalls am Eröffnungsabend am Spielplan: der Dokumentarfilm „Rodnye“. Darin verknüpft Filmemacher Vitaly Mansky die politischen Umwälzungen in der Ukraine zwischen Mai 2014 und 2015 mit seiner eigenen Familiengeschichte.

Ein Filmzuckerl beim „Crossing Europe“

Im Zuge des Linzer Filmfestivals wird auch „Late Blossom Blues“, das Porträt des 85-jährigen Bluesmusikers Leo „Bud“ Welch von Wolfgang Pfoser-Almer und Stefan Wolner gezeigt. Pfoser-Almer, der auch der künstlerischer Leiter des Linzfests ist, hat Welch 2014 zu seinem ersten Europakonzert nach Linz eingeladen und mit der Kamera begleitet. Ein fulminanter Auftritt im Bertholdsaal in Weyer im Dezember 2014 wurde für die Doku ebenfalls filmisch festgehalten. Für all jene, für die sich „Late Blossom Blues“ beim „Crossing Europe“ in Linz nicht ausgeht, wird der Film am 20. Mai im Rahmen eines Filmzuckerl-Auswärtsspiels beim Verein Frikulum im Bertholdsaal Weyer gezeigt.

Wie immer wird das „Crossing Europe“-Filmfestival von Publikumsgesprächen, Workshops, Installationen, Konzerten und Partys abgerundet.

Das vollständige Programm findet sich unter www.crossing europe.at.

... genauso wie „Rodnye“ von Vitaly Mansky.  |  Crossing Europe