Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 05. April 2017, 17:34

von Andreas Kössl

Gelbe Bodenmarkierungen gegen Falschparker. Gelbe Linie vor Rathaus macht Halte- und Parkverbot in Engstelle sichtbar. Weitere Bodenmarkierungen könnten folgen.

Eine gelbe Linie wurde kürzlich vor dem Rathaus und auf der gegenüberliegenden Seite angebracht. Die Linien ersetzen laut Straßenverkehrsordnung Halte- und Parkverbotsschilder.  |  NOEN, Magistrat

Gelbe Bodenmarkierungen wurden vergangene Woche am Freisingerberg vor dem Rathaus sowie auf der gegenüberliegenden Seite vor dem Geschäft „Mode zum Stadtturm“ angebracht. Die durchgehenden gelben Linien bescheiden den Verkehrsteilnehmern, dass hier ein Halte- und Parkverbot gilt. Sie ersetzen laut Straßenverkehrsordnung Halte- und Parkverbotsschilder.

Der Freisingerberg sei sehr oft bis in die Engstelle zugeparkt, weshalb die Bodenmarkierungen im Sinne der Sicherheit und der Flüssigkeit des Verkehrs nun angebracht worden seien, heißt es aus dem Magistrat. Im Ernstfall könnten Einsatzfahrzeuge hier nicht problemlos vorbeifahren – so geschehen im Dezember bei einem Brand in der Paul-Rebhuhn-Gasse. Um derartige Probleme künftig zu vermeiden, bittet man seitens der Stadt, das Halte- und Parkverbot unbedingt zu beachten.

Die Möglichkeit, Halte- und Parkverbotsschilder durch gelbe Linien zu ersetzen, gibt es seit Juni 2011. In Waidhofen wird dieses System bereits in der Straße Unter der Burg und in der Julius-Jax-Gasse angewendet. „Wir probieren diese Kennzeichnung jetzt auch vor dem Rathaus aus, damit die Schilder in der Innenstadt nicht überhandnehmen“, betont Bürgermeister Werner Krammer. Derzeit würden Parksünder noch lediglich abgemahnt, in absehbarer Zeit werde aber gestraft.

Markierungsplan gegen Schilderflut

Es ist gut möglich, dass in der Innenstadt bald weitere Bodenmarkierungen folgen werden. Wie der Stadtchef gegenüber der NÖN berichtete, werde derzeit gerade ein Markierungsplan für die Innenstadt ausgearbeitet.

„Vielleicht können wir damit wieder Tafeln aus der Innenstadt rausbringen.“ Die Schilder seien in den letzten Jahren immer mehr geworden, so Krammer und führt aus: „Es gibt klare Vorschriften, an die wir uns halten müssen. Normalerweise gilt in der Innenstadt eine Längsparkordnung. Soll schräg geparkt werden, so muss dies gekennzeichnet sein.“

Der Stadtchef möchte die Schilderflut wieder eindämmen und präferiert dazu eine Lösung mittels Bodenmarkierungen. „Wir werden dabei aber das Stadtbild sicher nicht aus den Augen lassen“, so der Bürgermeister.