Erstellt am 09. September 2015, 05:17

von Andreas Kössl

Mobilitätspreis für Stadt. Radachse Waidhofen von Land NÖ, ÖBB und VCÖ als vorbildliches Mobilitätsprojekt prämiert. Erster Teil des 400.000-Euro-Projekts bereits vor Abschluss.

Der Kreuzungsbereich der Ederstraße mit der Plenkerstraße wurde nun neu asphaltiert und rot eingefärbt.  |  NOEN, Andreas Kössl

Die Radachse, die durch Waidhofen verlaufen und den Hauptbahnhof mit dem Ybbstalradweg verbinden soll, ist derzeit gerade im Entstehen. Mit dem Projekt wird ein Teil des von der TU Wien erstellten Mobilitätskonzepts für die Stadt umgesetzt. Auf der Route soll es möglich sein, wichtige Ziele in der Stadt sicher und schnell zu erreichen.

Begonnen wurde im Sommer mit dem eigentlich zweiten Teil des Projekts im Bereich Plenkerstraße. Hier wurde bereits ein Teil der Mauer in der Zelinkagasse abgetragen, um die Sicht auf die Kapuzinergasse zu verbessern. Der Kreuzungsbereich von Eder- und Plenkerstraße wurde neu asphaltiert und rot eingefärbt und die Kreuzung der Durstgasse mit der Plenkerstraße wurde angehoben und ebenfalls neu asphaltiert. Auch hier folgte eine rote Einfärbung.

Anbindung des Hauptbahnhofs an Innenstadt 2016

Letztlich soll auch noch die Kapuzinergasse mit einem neuen Belag überzogen werden, da hier die Straße auch schon in einem schlechten Zustand ist. Im nächsten Jahr folgt dann der eigentlich erste Teil des Projekts, die Anbindung des Hauptbahnhofs an die Innenstadt samt der Neugestaltung der Kreuzung beim Patertal. Die Projektkosten belaufen sich auf 400.000 Euro, wobei 160.000 Euro seitens des Landes gefördert werden.

Nun wurde das Projekt „Radachse Waidhofen“ vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ), dem Land NÖ und den ÖBB mit dem Mobilitätspreis NÖ ausgezeichnet. Das ist das bereits zweite Mal, dass Waidhofen mit diesem Preis prämiert wurde. 2007 wurde das Projekt „Stadt und Land – Hand in Hand“ ausgezeichnet.

Waidhofner nutzen Fahrrad im Alltag

Bei der Preisverleihung in St. Pölten vergangene Woche betonte Umweltlandesrat Stephan Pernkopf die „Vorreiterrolle Waidhofens wenn es um Innovationen geht“. „Mehr als die Hälfte der Waidhofner Bevölkerung nutzt das Fahrrad für Alltagswege“, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. „Insgesamt wird jeder fünfte Alltagsweg mit dem Rad gefahren, das ist ein höherer Anteil als beispielsweise in der Stadt Graz.“ 27 Prozent der Waidhofner, die innerhalb der Stadt arbeiten, radeln in die Arbeit, 23 Prozent der innerstädtischen Einkäufe würden mit dem Rad erledigt, heißt es in einer Aussendung der Stadt.

„Die Innenstadt mit den Geschäftslokalen miteinzubinden und den rund 3.000 Kindern und Jugendlichen in Waidhofen gute Bedingungen zum Radfahren zu ermöglichen, waren unsere Hauptantriebe bei der Planung der Radachse“, so Bürgermeister Werner Krammer und verweist darauf, dass die Aktivitäten der Stadt Waidhofen in Sachen Radfahren bereits in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet worden seien.

„Mit der Radachse ist es uns gelungen, für Radfahrer und Fußgänger eine Achse quer durch die Stadt zu schaffen, die erhöhte Sicherheit gewährleistet“, erklärt Stadtrat Alfred
Bey er, der gemeinsam mit Bürgermeister Krammer bei der Preisverleihung in St. Pölten zugegen war.