Erstellt am 12. April 2017, 04:00

von Hermann Knapp

Mostbarone gehen online. Neuer Primus Hannes Scheiblauer will Vermarktung ab 1. September auf neues Level heben.

Freuen sich auf ein erfolgreiches und arbeitsintensives Jahr: Christiane Scheiblauer, Mostbaron-Primus Hannes Scheiblauer und Marketingmitarbeiterin Teresa Weiß.  |  Hudler

In der Vorwoche hat der neue Primus der Mostbarone, Hannes Scheiblauer, Inhaber des Relax Resorts Kothmühle in Neuhofen und des Schlosses an der Eisenstraße in Waidhofen, offiziell das Zepter übernommen. Hinter den Kulissen schwingt er dieses allerdings schon seit der Klausur im Jänner.

Und der neue Primus hat sich für seine einjährige Amtszeit viel vorgenommen. „Einer meiner Arbeitsschwerpunkte wird das Marketing sein. Wir haben zugleich mit der Wallfahrt unsere neue Website veröffentlicht und bei deren Gestaltung dem Trend des mobilen Internets Rechnung getragen. Die Internetnutzer sitzen immer weniger vor dem Computer, sondern surfen mit dem Smartphone“, erklärt der Hotelier und Gastwirt.

Das biete die Chance, regelmäßiger in Kontakt mit den Kunden zu treten. Die Mostbarone werden diese auf einem Blog mit noch nie erzählten, journalistisch aufbereiteten Geschichten rund um den Most versorgen. „Der Werbeeffekt ergibt sich da sozusagen nebenbei“, so Scheiblauer.

„Es wird für viele Leute dadurch sicher selbstverständlicher, Most im Kühlschrank zu haben“

Das zweite Projekt, das der neue Primus vorantreibt, könnte die Vermarktung der Produkte der Mostbarone aber auf ein neues Level heben. „Ich möchte einen Webshop installieren, auf dem wirklich 100 Prozent der Produkte, die von den Mostbaronen hergestellt werden, aufgelistet sind und natürlich auch bestellt werden können – vom Gourmetmost über den Schaumwein bis hin zum Birnensenf und zum Dörrobst“, sagt Scheiblauer.

Der Grundgedanke dahinter: Nicht jeder, dessen Mostvorrat zu Ende gehe, fahre deswegen gleich wieder zum Mostbaron. Aber wenn er die Möglichkeit habe, den Most im Internet zu bestellen, dann werde er diese nutzen.

Zur Verwirklichung seiner Idee musste Scheiblauer auch erst Skeptiker in den eigenen Reihen überzeugen, die vor allem einen zu großen Arbeitsaufwand befürchteten, den die Mostbarone nicht leisten könnten.

Dem Primus ist natürlich klar, dass der Versand die Kapazität der Mostbetriebe übersteigt. „Beim Internethandel kommt es zudem auf Schnelligkeit an. Deshalb führen wir auch Gespräche mit einem Onlineshop-Betreiber, der schon viel Erfahrung in diesem Bereich hat“, berichtet der Mostbaron.

Funktionieren könnte das dann so: Die Mostbarone liefern ihre Produkte an das Mostbirnhaus – mit der Moststraße gab es diesbezüglich auch schon Vorgespräche. Von dort gehen sie dann mit Sammeltransporten an den Onlineshop-Betreiber, der sich ausreichend Waren auf Lager zulegt, um Bestellungen so rasch wie möglich erfüllen zu können.

Shop soll im September online gehen

„Sein Versprechen lautet: Wenn du heute um zwölf Uhr bestellst, bekommst du morgen überall in Mitteleuropa die Lieferung – und ab einem Warenwert von 45 Euro noch dazu ohne Versandkosten“, berichtet Scheiblauer. Für die Mostbarone seien die Kosten überschaubar und ihnen biete sich eine große Chance, neue Kunden zu gewinnen und vor allem den Absatz zu steigern. „Es wird für viele Leute dadurch sicher selbstverständlicher, Most im Kühlschrank zu haben“, betont der Primus.

Im Augenblick wird daran gearbeitet, alle Produkte zu erfassen, was ein großer Aufwand ist. Der Webshop wird natürlich mit den Logos und Farben der Mostbarone ausgestattet sein. Schon am 1. September soll er online gehen. „Wir wollen rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft starten“, so Scheiblauer. Apropos Weihnachten: Natürlich wird man im Onlineshop auch Gutscheine erwerben können. Diese wären, so Scheiblauer, für Firmen aus der Region ein ideales Weihnachtspräsent für Mitarbeiter und Geschäftspartner.

NÖN-Leser, die auf der Homepage der Mostbarone www.mostbaron.at vorbeischauen und den Newsletter bestellen, haben die Chance auf einen tollen Gewinn: einen Tag mit einem Tesla durchs Mostviertel mit abschließendem Candle-Light-Dinner im Schloss an der Eisenstraße.

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