Erstellt am 09. November 2015, 08:53

Nachhaltiges Sonntagberg. Sonntagberg setzt auf nachhaltige Energiepolitik und Fairtrade. Gemeinde informierte sich bei Energie- und Umweltagentur über Handlungsmöglichkeiten.

Bürgermeister Thomas Raidl, Umweltgemeinderat Josef Rumpl, Regionsbetreuerin Franziska Simmer von der Energie- und Umweltagentur NÖ und Energiebeauftragter Johann Wagner (v.l.).  |  NOEN, Foto: Marktgemeinde Sonntagberg

Die sparsame Verwendung von Energie und die verstärkte Nutzung der heimischen Biomasse haben in der Gemeinde Sonntagberg einen hohen Stellenwert. Öffentliche Gebäude werden thermisch saniert und die Heizanlagen schrittweise auf erneuerbare Energieträger umgerüstet.

Bei der Straßenbeleuchtung wird in einem ersten Schritt ein Teil der Leuchten auf LED-Technologie umgerüstet. Mit diesem umfangreichen Maßnahmenpaket leistet die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Energieziels des Landes Niederösterreich – 100% Strom aus erneuerbaren Energien.

Neben den Energiethemen beschäftigt sich der Umweltausschuss gerade mit dem Beitritt zur Initiative „Fairtrade-Gemeinde“. Dabei sollen auf Gemeindeebene verstärkt Produkte mit dem Fairtrade-Gütesiegel, wie zum Beispiel Kaffee oder Tee, zum Einsatz kommen. Mit diesem Vorhaben unterstreicht die Gemeinde ihr entwicklungspolitisches Engagement.

"Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung"

„Als Gemeinde haben wir eine wichtige Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung und tragen somit die Verantwortung, in unserem Wirkungsbereich zukunftsfähige Entwicklungen zu ermöglichen und zu unterstützen“, erklärt Bürgermeister Thomas Raidl das Bestreben „Uns ist es wichtig, dass wir über die eigene Kirchturmspitze hinausblicken und uns mit den Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen in ärmeren Regionen auseinandersetzten.“

Zum Energieeffizienz-Gesetz hat Sonntagberg bereits ihre Hausaufgaben erfüllt. Johann Wagner, der zuständige Energiebeauftragte der Gemeinde, hat alle Gemeindebauten mittels Energiebuchhaltung erfasst und beobachtet laufend die Verbrauchszahlen. „Dieses Instrument bietet uns die Möglichkeit, Energie-Einsparpotentiale aufzuspüren und eine entsprechende Prioritätenreihung bei den Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen“, erklärt Umweltgemeinderat Josef Rumpl.

Beim Beratungsgespräch mit der Energie- und Umweltagentur NÖ informierten sich die Gemeindevertreter über die Serviceangebote des Landes Niederösterreich und über weitere Handlungsmöglichkeiten im Energie- und Umweltbereich.