Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:17

von Andreas Kössl

"Nicht ausgelastet". LernNetzWerk hat freie Kapazitäten. Angebot wird nur sehr zögerlich angenommen. Engagement in Flüchtlingshilfe möglich. WAIDHOFEN / 

Christa Zambal, Bärbel Laure, Susanne Albrecht, Sissi Weichselbaum (sitzend, v.l.), Otmund Sadler, Stadtrat Alfred Beyer, Norbert Hummer, Uta und Christian Kühn und Werner Floh (stehend, v.l.) hoffen auf mehr Anmeldungen für das LernNetzWerk.  |  NOEN, Kössl

Seit heurigem Frühjahr gibt es das LernNetzWerk Waidhofen. Unter diesem Namen unterstützt eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer Volksschulkinder unentgeltlich beim Lernen und Aufgaben machen.

Doch während die Zahl der ehrenamtlichen Helfer mittlerweile von acht auf 14 gewachsen ist, stagniert die Zahl der Schüler. „Die Idee hat sich als richtig erwiesen. Das Angebot unserer ‚Lernhelferleins‘ wird von Schulen und Eltern positiv bewertet. Neue Helfer haben ihre Bereitschaft zur Mitarbeit angemeldet“, sagt Initiator Norbert Hummer. „Lediglich die Anmeldungen der Eltern könnten schneller kommen.“

Die Direktorinnen der beiden Waidhofner Volksschulen, Ulrike Bauer (Zell) und Ruth Salamon (Plenkerstraße) mahnen zu Geduld. Die Anfragen der Eltern würden schon noch kommen.

Aktiviert wird das LernNetzWerk über die Schulen. Wenn bei einem Kind Unterstützungsbedarf gegeben ist, schlagen die Lehrer den Eltern vor, sich beim Netzwerk zu melden. Doch die Rückmeldungen sind äußerst zurückhaltend, derzeit hält man bei sechs Schülern.

Deutschkurse für Flüchtlinge

Um den Lernerfolg zu erhöhen, möchte das LernNetzWerk jedoch ganzjährig mit den Kindern arbeiten. Hummer ist überzeugt, dass, wenn die ersten schlechten Noten im Zeugnis aufscheinen, auch das LernNetzWerk gefragt sein wird. „In den Ferien ist aber kein Lernbetrieb“, so Hummer und appelliert an die Eltern, sich eher heute als morgen zu melden.

Eine der Helferinnen des Netzwerks ist indes anderweitig aktiv geworden. Elisabeth Weichselbaum hat damit begonnen, Flüchtlingen in Opponitz Deutschunterricht zu geben. Ergriffen hat sie diese Initiative gemeinsam mit der ehemaligen BRG-Pädagogin Irmgard Bussmann. Einen ersten Kurs mit 25 Teilnehmern hat Weichselbaum gerade abgeschlossen. Nun hängt Bussmann einen Kurs für Fortgeschrittene an.

Hummer beeindruckte das sehr: „Es ist durchaus vorstellbar, dass das LernNetzWerk in dieser Richtung weiter aktiv wird. Die Zukunft unserer Einrichtung ist im sozialen Engagement offen.“ Allerdings bräuchte man beim Deutschunterricht für Flüchtlinge aber finanzielle und logistische Unterstützung, fügt der Initiator des LernNetzWerks an.