Böhlerwerk

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:48

von Andreas Kössl

Fest am laufenden Band. Die Ortsentwicklung Böhlerwerk lädt am Samstag, 16. Juli, zum Straßenfest auf der B121 und gibt damit den Startschuss zur Attraktivierung des Sonntagberger Ortsteils.

 Lassen den Platzhirsch in Böhlerwerk röhren: Cilli Moshammer, Johanna Haselsteiner, Roland Schmoll, Thomas Resch, Clemens Moshammer, Norbert Moshammer, Paul Haselsteiner und Manfred Sip (v.l.).  |  noen, Kössl

Ein „Band durch Böhlerwerk“ legt die Ortsentwicklung „Gemeinsam für Böhlerwerk“ am Samstag, 16. Juli, aus. Ab 18 Uhr wird unter dem Titel „Das Band durch Böhlerwerk“ entlang des Böhlerzentrums auf einer Fahrspur der B121 bei freiem Eintritt zum Straßenfest geladen. Eingebettet ist dieses in das NÖ Viertelfestival, das heuer unter dem Titel „Fliehkraft“ im Mostviertel über die Bühne geht.

Die offizielle Eröffnung findet um 20 Uhr statt. „Schon vor etwa zweieinhalb Jahren wuchs im Verein die Idee, etwas zu machen, um aufzuzeigen, dass dieser Teil des Ortes mehr ist als eine bloße Durchzugsstraße“, sagt der Obmannstellvertreter der Ortsentwicklung, Norbert Moshammer.

„Mit dem Band wollen wir das Verbindende in den Vordergrund stellen und somit einen Gegenpol zum Festivalmotto bilden“, sagt Ortsentwicklungsvereinsobmann Thomas Resch. „Der Sogkraft dieser Fliehkraft aus unserem Ort wollen wir mit einem Straßenraumfest etwas entgegensetzen.“

Skulptur aus Bandstahl beim Böhlerzentrum

Gelingen soll dies mit einem bunten kulinarischen und musikalischen Programm. Die Gäste sind eingeladen unter den acht, erst kürzlich entlang der Straße gepflanzten Amberbäumen an einer gemeinsamen Tafel Platz zu nehmen, und den Straßenraum bei Essen aus Österreich und Syrien, kühlen Getränken und anregenden Gesprächen einmal anders zu erfahren.

Neue Sichtweisen sollen sich auftun, wenn die Durchzugsstraße einen Abend lang zum Verweilen einlädt. Entschleunigung im Straßenraum ist angesagt. Um dieses Straßenfest durchführen zu können, ist die Ortsdurchfahrt ab 18 Uhr nur einspurig passierbar. Für die musikalische Umrahmung sorgt ein Ensemble der Werksmusik Böhlerwerk, das von Georg Edlinger angeführte Percussion-Ensemble Drumball-Connection, die Gruppe Treibholz und die Waidhofner Musikerin Angelika Steinbach-Ditsch, die mit ihrem Ensemble die Steinbach Volksmusik mit Weltmusik und Jazz zu einer aufregenden Mischung vermengt. Eine actionreiche Show wird die Cheerleadertruppe Cheer Tigers bieten.

Zusätzlich zu den Bäumen und Blumen, die bereits gepflanzt wurden, wird künftig eine Skulptur aus Bandstahl den Vorplatz des Böhlerzentrums zieren. Aufgestellt werden soll sie noch diese Woche. „Die gepflanzten Bäume symbolisieren die Verwurzelung mit dem Ort“, so Resch. „Die Bandstahlskulptur wiederum demonstriert die Verbindung des Ortes mit der Stahlerzeugung.“

„Das Band durch Böhlerwerk“ ist also mehr als „bloß“ eine Veranstaltung. Vielmehr geht es darum, ein neues Ortsbild zu etablieren – sowohl äußerlich als auch in den Köpfen der Menschen.

Programm

 die Steinbach:
Volksmusik trifft auf Weltmusik und Jazz
 Treibholz:
Balkanklänge, irischer Folk und osteuropäischer Klezmer
 Drumball-Connection:
Rhythmus-Ensemble
 Cheer Tigers:
Tänze und akrobatische Einlagen
 Werksmusik-Ensemble:
Komposition aus der Bergknappenkapelle, die in der Arbeitermusikkapelle Bruckbach wurzelt