Erstellt am 04. Mai 2017, 18:00

von Andreas Kössl

Schnelles Internet durch Glasfaser. 40-Prozent-Quote im städtischen Gebiet und auf der Zell klar verpasst. Lediglich 20 Prozent hatten Interesse. Rund 600 Haushalte bekommen dennoch Glasfaseranschluss.

Bürgermeister Werner Krammer bedankte sich bei Gerhard Haidvogel für das Zustandekommen der Vereinbarung.  |  Magistrat

Am 30. April endete die Anmeldefrist für den Glasfaserausbau im städtischen Gebiet und auf der Zell, welchen das Unternehmen kabelplus durchgeführt hätte. Die 40-Prozent-Hürde wurde hier, im Unterschied zu den Landgemeinden und dem Bereich Rabenberg (nöGIG-Ausbaugebiet) jedoch nicht geschafft.

Von den etwa 3.000 Haushalten in diesem Gebiet wurden nur rund 600 Anträge abgegeben. Das sind lediglich 20 Prozent. Für diese 600 Haushalte gibt es nun aber dennoch gute Nachrichten: Bürgermeister Werner Krammer hat mit kabelplus-Geschäftsführer Gerhard Haidvogel verhandelt, mit dem Ergebnis, dass der Großteil der abgegebenen Anträge trotzdem realisiert werden kann.

Dort wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist, kann sogar in Kürze schon freigeschaltet werden. Die restlichen Anschlüsse werden mit Baubeginn im September 2017 – eventuell auch schon früher – und mit einer voraussichtlichen Bauzeit von ca. einem Jahr hergestellt. „Die gesamte Innenstadt wird auf Glasfaser bzw. ,Fiber to the Home‘ umgerüstet“, freut sich Krammer. „Das garantiert einen Technologievorsprung für unsere historische Stadt.“

In einem nächsten Schritt möchte kabelplus mit allen Haushalten sprechen, die entlang jener Strecke liegen, die nun ohnehin aufgegraben wird, um Glasfaserleitungen zu verlegen. Damit bekommen noch weitere vier- bis fünfhundert Haushalte die Chance auf Glasfaserinfrastruktur und die Möglichkeit, am Projekt teilzunehmen. „Diejenigen, die keine Anträge abgegeben haben und nicht entlang dieser Leitungsstrecken liegen, haben ihre Chance auf zukunftsfähiges, glasfaserbasiertes Internet in nächster Zeit leider verpasst“, sagt Haidvogel.