Erstellt am 01. Juni 2016, 05:55

von Andreas Kössl

Offener Brief an Stadtchef. Kanal-Bauarbeiten sollen starten. SPÖ-Mandatar Leonhartsberger hofft auf Einlenken in Sachen Müllinsel noch davor.

Die Müllsammelstelle in der Reichenauerstraße ist Geschichte. Am Montag sollen hier die Kanal-Bauarbeiten starten.  |  NOEN, Foto: Aigner

Am kommenden Montag sollen Kanal-Bauarbeiten in der Reichenauerstraße beginnen. Das vorhandene Mischwassersystem wird durch einen Trennwasserkanal ersetzt und die Reichenauerstraße generalsaniert. Etwa zehn Wochen sollen die Arbeiten dauern.
 


Auf ein Einlenken in Sachen Müllinsel vor Beginn dieser Bauarbeiten hofft SPÖ-Gemeinderat Erich Leonhartsberger. Wie berichtet wurde die dortige Müllsammelstelle vor einigen Wochen abgebaut, nachdem Anrainer sich dies schon seit Längerem gewünscht hatten. Doch nicht jeder ist mit der Entfernung glücklich.

Situation untragbar geworden

Leonhartsberger hat deswegen als Anrainer eine Unterschriftenliste zur Wiederinstallierung der Sammelstelle ins Leben gerufen. 170 Menschen haben unterzeichnet. Ein Dringlichkeitsantrag der SPÖ im Umweltausschuss, um die Sammelinsel wieder zu installieren, wurde von der WVP abgeschmettert. Die Situation sei verkehrstechnisch, hygienisch, optisch und vor allem für die unmittelbaren Anrainer untragbar geworden, wurde seitens der Volkspartei argumentiert.

SPÖ-Mandatar Leonhartsberger möchte sich damit aber nicht abfinden. Er hat einen offenen Brief an Bürgermeister Werner Krammer verfasst. Leonhartsberger sieht die Nutzer der Müllsammelstelle in die Entscheidung, sie zu entfernen, nicht ausreichend eingebunden. „Mit gutem Willen kann mit einer Neugestaltung sicher eine für alle Anrainer und Nutzer gangbare Lösung gefunden werden“, ist der SPÖ-Gemeinderat überzeugt.


Lösungsideen

Auszüge aus dem Offenen Brief an Bürgermeister Werner Krammer:

1. Durch die notwendige Neugestaltung des Kreuzungsbereichs gibt es eine gute Gelegenheit, die Situation im Sinne aller Nutzer und Anrainer zu verbessern.

2. Die Anzahl der lokalen Entsorgungsmöglichkeiten ist in Waidhofen bezogen auf die Haushalte auch im Vergleich zu anderen Gemeinden extrem beschränkt. Eine Reduktion ist nicht zielführend.

3. Es braucht keinen Alternativstandort, nur die Verbesserung des bisherigen Standorts [...].

4. Ein Kompromiss wäre die Altglascontainer in der Reichenauerstraße nicht mehr aufzustellen – damit wäre die Lärmbelästigung für die direkten Anrainer reduziert.


Zum offenen Brief: