Erstellt am 20. Januar 2017, 05:00

von NÖN Redaktion

12.100 Euro Schadenersatz für Luchs. Gerichtshof bestätigte Forderung des Nationalparks Kalkalpen nach Schadenersatz für von Jägerin abgeschossenen Luchs.

Weil sie 2013 einen der streng geschützten Luchse im Nationalpark Kalkalpen abgeschossen hatte, muss eine Jägerin aus Linz nun Schadenersatz leisten.  |  ScienceVision

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat der Revision des Nationalparks Kalkalpen Folge geleistet und das erstinstanzliche Schadenersatzurteil des Bezirksgerichtes Steyr bestätigt. Demnach ist die wegen eines Luchsabschusses vom Strafgericht rechtskräftig verurteilte Linzer Jägerin schuldig und muss dem Nationalpark Kalkalpen 12.100 Euro Schadenersatz leisten.

Der Linzerin wird vorgeworfen, im Frühjahr 2013 einen Luchs im Gemeindegebiet von Weyer geschossen zu haben. Das Bezirksgericht Steyr verurteilte die Frau zu einer Geldstrafe sowie einer Schadenersatzzahlung. Das Landesgericht Steyr wies als Berufungsgericht diese Schadenersatzforderung jedoch ab, was für große Empörung unter Tierschützern sorgte. Die NÖN berichtete.

"Entscheidung wegweisend für Artenschutzprojekte"

So wurde eine Revision beim OGH beantragt. Dieser folgte der Rechtsansicht des Nationalparks und bestätigte dessen Forderung nach Schadenersatz.

„Nationalparks haben unter anderem die Aufgabe, bedrohte Tiere zu schützen und deren Bestand zu sichern. Wiederansiedlungsprojekte werden mit hohem Aufwand, viel ehrenamtlichem Engagement und nicht zuletzt mit Steuer- und Spendengeldern umgesetzt. Wir freuen uns über den Ausgang des Verfahrens. Die Entscheidung des Gerichtshofs wird wegweisend für alle Artenschutzprojekte in Österreich sein“, so der Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer.