Erstellt am 20. Januar 2016, 05:53

von Andreas Kössl

Auch Gemeinde erhielt Droh-Mails. E-Mail-Terror in Opponitz weitet sich aus. Drohnachrichtenflut erreicht Gemeindeamt.

 |  NOEN, Symbolfoto: Shutterstock/Issarawat Tattong

Immer weitere Kreise zieht der Stalking-Fall in Opponitz. Wie die NÖN berichtete, erhalten zwei Familien im Ort seit etwa eineinhalb Jahren unablässig E-Mails mit Obszönitäten, Beschimpfungen, aber auch handfesten Drohungen. Über die Weihnachtsfeiertage verstärkte sich die Nachrichtenflut massiv. Den Gipfel des E-Mail-Terrors bildete eine Morddrohung am Weihnachtstag.

Vergangene Woche trudelten nun auch am Gemeindeamt Opponitz vom selben Absender E-Mail-Nachrichten mit Mord-drohungen ein. „Wir lassen uns davon aber sicher nicht einschüchtern“, sagt Bürgermeister Johann Lueger. Der Opponitzer Ortschef hofft, dass der oder die Täter bald ausfindig gemacht werden und der E-Mail-Terror bald wieder ein Ende nimmt. „Wir haben hier in Opponitz eine gute Gemeinschaft“, so Lueger. „Ich hoffe, dass das auch so bleibt und diese furchtbaren Nachrichten keine großen Spuren hinterlassen.“

Wie die NÖN berichtete, lassen die Inhalte der E-Mails darauf schließen, dass der oder die Täter aus der unmittelbaren Umgebung der betroffenen Familien stammen. Wie die Staatsanwaltschaft St. Pölten auf Anfrage mitteilte, werde derzeit gegen zwei Personen wegen des Verdachtes der versuchten Nötigung, der gefährlichen Drohung und der beharrlichen Verfolgung ermittelt. Dabei wurden auch Datenträger sichergestellt. Deren Auswertung sei derzeit aber noch im Gange, so die Staatsanwaltschaft.