Erstellt am 13. Januar 2016, 05:53

von Andreas Kössl

Stalking: Morddrohung am 24.12.. Opponitzer E-Mail-Terror geht weiter: Obszönitäten und Beschimpfungen halten an. Handfeste Morddrohung am Weihnachtstag. Familien sind verzweifelt und fordern Aufklärung.

 |  NOEN, Symbolfoto: Shutterstock/Issarawat Tattong
Seit nunmehr eineinhalb Jahren terrorisiert ein hartnäckiger Stalker zwei Opponitzer Familien, indem er ihnen unablässig E-Mails schickt. Hunderte Nachrichten mit obszönen Inhalten und Beschimpfungen, aber auch handfesten Drohungen gingen bislang in den E-Mail-Postfächern der beiden Familien ein. Die Nachrichten lassen darauf schließen, dass der Täter aus der unmittelbaren Umgebung stammt und die beiden Familien gut kennt.

Die Betroffenen haben auch einen Verdacht, der sich gegen eine Person aus der Nachbarschaft richtet. Die Polizei ermittelt. Der verdächtigen Person konnte jedoch bislang nichts nachgewiesen werden. Die NÖN berichtete.

Auch über die Weihnachtsfeiertage hatten die beiden Opponitzer Familien keine Ruhe. Im Gegenteil: Die E-Mail-Flut nahm massiv zu. In den neuen Nachrichten wurden nicht nur die beiden Familien, sondern beinahe die ganze Nachbarschaft wüst beschimpft.

Familien mit den Nerven am Ende 

Der weihnachtliche E-Mail-Terror gipfelte zu Mittag des 24. Dezembers in einer handfesten Morddrohung. Nachdem schon im Herbst in einer Mail „Weihnachten erlebt ihr nimmer“ angekündigt worden war, trudelte am Weihnachtstag schließlich die Mitteilung ein, dass „es heute so weit sei“.

Gott sei Dank blieb es nur bei der Drohung. Dass die beiden Familien aber mittlerweile mit den Nerven am Ende sind, ist verständlich. Warum der Täter eineinhalb Jahre lang seine ekelhaften Nachrichten ungestraft absenden kann und bislang noch nicht gefasst wurde, ist für die Betroffenen unbegreiflich.

Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft St. Pölten. Die sehr aufwendige Auswertung der im Zuge des Ermittlungsverfahrens sichergestellten Datenträger sei noch im Gange. Mit einem polizeilichen Abschlussbericht sei frühestens in einem Monat zu rechnen.