Erstellt am 05. November 2015, 05:17

von Lisa Hofbauer

„SPÖ ist soziales Gewissen“. Nach dem Wahldebakel im Jänner stellte sich die Opponitzer SPÖ nun neu auf. Nationalrätin war zu Gast.

Die SPÖ hat einen neuen Vorstand: Kassier Karl Helm, geschäftsführender Gemeinderat Karl Hagauer und Josef Schweighuber als Kontrollorgane, Obmann-Stellvertreterin Adelheid Schweighuber, Obmann Walter Maurer sowie Schriftführer Rudolf Dollinger (v.l.). Nationalratsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (3.v.l.) wünschte dem Vorstand alles Gute.  |  NOEN, Lisa Hofbauer

Die SPÖ soll in Opponitz wieder Fuß fassen – das war der durchgehende Tenor bei der Jahreshauptversammlung der Partei in Opponitz. Um dieses Ziel zu erreichen, stellten sich die Sozialdemokraten vergangenen Samstag neu auf.

Nach der Begrüßung der Gäste berichtete geschäftsführender Gemeinderat Karl Hagauer kurz über Neuigkeiten aus dem Gemeinderat. Dabei betonte er die gute Zusammenarbeit der SPÖ mit den anderen Fraktionen – fast alle Beschlüsse würden in Opponitz einstimmig getroffen.

Auf den Bericht Hagauers folgten die Neuwahlen des Vorstands. Gemeinderat Walter Maurer wurde einstimmig als neuer Obmann der Partei gewählt, Adelheid Schweighuber ohne Gegenstimmen als seine Stellvertreterin. Der langjährige Obmann Karl Helm wird künftig die Funktion als Kassier übernehmen, sein Stellvertreter wird Wolfgang Weidenauer. Als Schriftführer fungiert Rudolf Dollinger, ihn vertreten wird Adelheid Schweighuber. In der Kontrolle betätigen sich Karl Hagauer sowie Josef Schweighuber. Alle diese Entscheidungen wurden einstimmig getroffen.

Nach den Neuwahlen, die rasch über die Bühne gingen, erstattete Nationalratsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig Bericht über Aktuelles aus dem Parlament. Sie schnitt aktuelle Probleme wie die steigenden Arbeitslosenzahlen sowie die Flüchtlingsproblematik an und erörterte sowohl die Position der SPÖ als auch ihre eigene Meinung zu diesen Themen.

Hitzige Diskussionen über Flüchtlinge folgten

Die Nationalratsabgeordnete rief zu mehr Toleranz und Verständnis gegenüber den Geflüchteten auf und berichtete aus ihren eigenen Erfahrungen. „Diese Leute sind alle sehr lernfreudig und so dankbar, hier zu sein. Asyl ist ein Menschenrecht – wir müssen schnelle Lösungen finden, diesen Menschen zu helfen.“ Königsberger-Ludwig ortet die SPÖ als eine Partei, die schon immer für Bewegung stand und somit auch nun einmal mehr die Veränderungen, die gerade in der Welt passieren, mitgestalten soll, anstatt aus Angst „wie ein Kaninchen vor der Schlange zu erstarren“.

Im Anschluss an das Referat der Nationalratsabgeordneten folgte eine hitzige Debatte über das Flüchtlingsthema und die immer weiter sinkenden Wahlergebnisse der SPÖ. Königsberger-Ludwig stand den Ängsten und Sorgen sowie den Anliegen der Opponitzer Funktionäre Rede und Antwort.

Als Abschluss der Jahreshauptversammlung wurden die ausgeschiedenen Gemeinderäte Karl Helm, Anton Sonnleitner und Hermann Sonnleitner für ihre langjährige Tätigkeit für Opponitz geehrt.