Opponitz

Erstellt am 17. Mai 2017, 04:30

von Andreas Kössl

Unmut über Raser. Anrainer in Engstelle bei Ortsausfahrt Opponitz beklagen sich über Temposünder. Ortschef: Gemeinde tut ihr Möglichstes.

Zwölf Zu- und Ausfahrten befinden sich in der 30er-Zone bei der Ortsausfahrt von Opponitz Richtung Kripp. Immer wieder fahren hier die Autofahrer viel zu schnell, beklagen die Anrainer und fordern Maßnahmen.  |  Kössl

Zwölf Zu- und Ausfahrten befinden sich an der Engstelle der L98 kurz vor der Ortsausfahrt von Opponitz Richtung Kripp. Es gilt Tempo 30. Doch zum Leidwesen der Anrainer halten sich viele Autofahrer nicht an diese Geschwindigkeitsbeschränkung. Mit bis zu 80 km/h werde da teilweise durchgebrettert, berichtet ein Anrainer.

Die Engstelle ist zweifelsohne nicht ungefährlich. Passiert ist zum Glück schon lange nichts mehr. Das liegt auch daran, dass drei Anrainerfamilien vor einigen Jahren zusammengelegt und sich einen Verkehrsspiegel angeschafft haben. Dennoch, die Gefahr bleibt.

Sattelschlepper verursachen Schäden

„Der ganze Verkehr von Waidhofen Richtung Göstling und Lunz am See geht hier durch“, sagt ein Anrainer. „Im Winter kommt der Skitourismus aufs Hochkar oder den Ötscher dazu.“ Durch den vermehrten Einsatz von Navigationsgeräten würden sich auch verstärkt Sattelschlepper durch das Nadelöhr zwängen. Immer wieder entstünden dadurch Schäden an den Häusern. Deshalb stehen bleiben würden die Verursacher meist nicht. Auf den Kosten blieben die Hauseigentümer sitzen.

Um die Situation zu entschärfen, haben die Anrainer zwei Wünsche. Zum einen solle die vor etwa zwei Jahren von der Gemeinde angeschaffte mobile Geschwindigkeitsanzeige öfter an der Engstelle positioniert werden, um Temposünder einzubremsen. „Erst zweimal war diese Geschwindigkeitsanzeige bei uns aufgestellt“, kritisiert ein Anrainer. „Dieses Gerät gehört auf die Hauptstraße. Stattdessen steht es aber in irgendwelchen Seitenstraßen im Ort.“ Zum anderen werden von Anrainerseite verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in dieser Engstelle gefordert.

Lueger: Es gibt Plan für Tempoanzeige

„Ich verstehe den Unmut der Anrainer“, sagt Bürgermeister Johann Lueger. „Für die Leute, die hier direkt an der Straße wohnen, ist das nicht lustig.“ Ein gewisses Maß an Geschwindigkeitsübertretungen gebe es leider immer wieder, so der Ortschef, jedoch nicht nur hier, sondern auch an anderen Stellen im Gemeindegebiet.

„Wir haben deshalb eine Tempoanzeige angeschafft“, so Lueger. „Die ist aber für das gesamte Gemeindegebiet und nicht nur für eine Stelle. Da gibt es einen Plan, nach dem der Standort regelmäßig wechselt.“

Bei der Polizei habe er die Geschwindigkeitsproblematik in der 30er-Zone deponiert. Deren Messungen hätten aber ergeben, dass die Geschwindigkeitsübertretungen hier im Rahmen liegen. Nichtsdestotrotz werde an der Engstelle in beiden Fahrtrichtungen öfter gemessen. „Die Exekutive weiß Bescheid. Es wird gestraft. Von Gemeindeseite wird hier wirklich das Möglichste getan“, so der Ortschef.