Erstellt am 17. Juni 2016, 05:00

von Leo Lugmayr

Passhöhe auf exakt 631 Metern. Christian Winkler errichtete auf der Grestner bzw.Ybbsitzer Höhe eine Kulturschleuder in Form eines Savonius-Rotors.

Das Urhorn - seit dem Viertelfestival 2008 ein Brückenfundament der tönenden Brücke in Reinsberg - wurde zur Eröffnung auf die Passhöhe gebracht und von Schülern der Mittelschulen Ybbsitz und Gresten gespielt.  |  NOEN, Leo Lugmayr

Die Passhöhe zwischen Ybbsitz und Gresten liegt auf 631 Metern Seehöhe und trennt nicht nur zwei Orte sondern auch zwei Bezirke, das Ybbstal vom Erlauftal und ist zudem eine Wasserscheide. Nachdem sich beide Talschaften entlang ihres jeweiligen Flusses entwickelt und ihre Verkehrsadern ausgerichtet haben, erleben die Bürger die Höhe, die hier Grestner Höhe und dort Ybbsitzer Höhe genannt wird, seit jeher als etwas Trennendes.

„Sie trennte über viele Generationen auch zwei regionale Kulturkreise“, sagt der Amstettner Landschaftsgestalter Christian Winkler, der diesen Umstand zum Gegenstand einer Installation für das aktuelle Viertelfestival gemacht hat. Er entwickelte für den Standort ein Windrad, das gestalterisch Anleihe an einem Savonius-Rotor – einer Windkraftmaschine – genommen hat.

„Weiters wurde die Funktionsweise einer Gebetsmühle übernommen“, sagt Winkler. Statt Gebetsformeln werden Wunschtexte der Menschen der beiden Täler durch Drehen potenziert. „Damit wird der Fluss positiver mentaler Energie talwärts angeregt.“

Die Wunsch- und Grußtexte haben unter anderem Schüler der Neuen Mittelschulen Ybbsitz und Gresten formuliert, die die Installation am Freitag gemeinsam in Betrieb genommen haben. Der erste Schritt aufeinander zu ist also gesetzt.