Erstellt am 22. Juni 2016, 12:55

von Andreas Kössl

Sanierung spaltet Geister. SPÖ hält abgespeckte Sanierung der Oberen Schmiedestraße für hinausgeschmissenes Geld und wirft WVP Kosmetik vor. WVP ortet parteipolitischen Hick-Hack bei der SPÖ.

Stadtrat Kurt Hraby, Bürgermeister Werner Krammer und Baudirektor Alfred Fangmeyer bei der Begutachtung der Oberen Schmiedestraße.  |  NOEN, Foto: Magistrat

Die Sanierung der Oberen Schmiedestraße, die erst im Finanzplan 2018 bis 2021 mit 669.000 Euro vorgesehen war, soll vorgezogen werden, da der Asphaltbelag in einem sehr schlechten Zustand ist. Zur Anwendung soll dabei eine kostengünstige Alternative kommen, bei der eine Dünnschichtdecke um rund 40.000 Euro aufgebracht werden soll. In der Gemeinderatssitzung am Montag soll die Sanierung beschlossen werden. Die NÖN berichtete.

Nun regt sich Kritik seitens der SPÖ. „Das ist keine Sanierung, das ist maximal eine Behübschung und eigentlich hinausgeschmissenes Geld,“ erklärt SPÖ-Fraktionschef Alfred Beyer. „Eigentlich müsste die Schmiedestraße völlig erneuert werden.“ Die Straße sei völlig kaputt. Durch die geplante kostengünstige Sanierung werde die Straße bald wieder so aussehen wie jetzt, so die SPÖ und bekrittelt, dass generell viele notwendige Maßnahmen im Infrastrukturbereich geschoben würden. Bei der Schmiedestraße wirft die SPÖ der WVP kosmetische Maßnahmen vor der Gemeinderatswahl im kommenden Jahr vor. Man werde der Sanierung im Gemeinderat aber trotzdem zustimmen, da Nichtstun noch gefährlicher sei.

„Wir schieben nicht, wir haben einen genau nach Notwendigkeiten abgestimmten Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre, den wir abarbeiten“, wehrt sich Finanzstadtrat Peter Pfannenstill.
„Die Fachleute von Bauamt und Straßenmeisterei haben uns einen sinnvollen Vorschlag der Art der Sanierung gemacht, der vielfach erprobt ist“, sagt Bürgermeister Werner Krammer und ortet „parteipolitischen Hick-Hack“ seitens der SPÖ.