Erstellt am 30. Oktober 2015, 05:32

von Andreas Kössl

Schmidtkunz kontert FPÖ-Mann Schnabel. Opponitzer FP-Mandatar kritisiert geplantes Containerdorf auf Gut Hohenlehen. Gutsbesitzer wehrt sich.

Für Gutsbesitzer Michael Schmidtkunz ist die Flüchtlingshilfe eine christliche Pflicht.  |  NOEN, zVg

Ein Containerdorf für Flüchtlinge im Meierhof von Gut Hohenlehen zu errichten, bietet der Hollensteiner Gutsbesitzer Michael Schmidtkunz an.

Am Dienstag fand eine Begehung des Standortes mit Hollensteins Bürgermeister Manfred Gruber und einem Sachverständigen des Landes NÖ statt. „Die Möglichkeit, hier eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten, besteht“, sagt Schmidtkunz. Derzeit heiße es aber, dass es in Niederösterreich genug freie Quartiere gebe. Sobald aber Bedarf herrsche, soll das Vorhaben umgesetzt werden. Zwischen 20 und 50 Flüchtlinge könnten in einem etwaigen Containerdorf Platz finden.

Kritik seitens der FPÖ

Indessen kommt Kritik seitens der FPÖ an dem Vorhaben. „Die Bevölkerung sollte hier eingebunden werden“, forderte der Opponitzer FPÖ-Mandatar Alexander Schnabel im Zuge eines Pressegesprächs vergangene Woche und ortete ein „rein wirtschaftliches Interesse“ von Seiten des Gutsbesitzers an dem Projekt. Dass der Hollensteiner Gemeinderat hinter diesem Vorhaben stehe, sei ihm unverständlich. Zum einen seien 45 bis 50 Flüchtlinge für Hollenstein zu viel, zum anderen sei aufgrund der Lage der geplanten Unterkunft auch keine Integration möglich.

Schmidtkunz kontert: 252.000 Euro koste die Anschaffung der Container, wobei die Aufstellung noch gar nicht inkludiert sei. Bei einem Tagessatz von 19 Euro pro Person, könne man sich leicht ausrechnen, dass sich das niemals rechnen könne. „Unsere Ausgangsbasis ist auch ganz eine andere“, so der Gutsbesitzer. „Wir sind bekennende Christen und wollen den christlichen Gedanken auch leben. Damit haben wir eine Verpflichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen.“ Was die Information der Bevölkerung betreffe, so habe es immer wieder Gespräche mit dem Hollensteiner Gemeinderat gegeben, sagt Schmidtkunz. Dieser stehe auch voll und ganz hinter dem Vorhaben. Für konkrete Informationen sei es aber derzeit noch zu früh, das werde passieren, wenn es so weit sei.

Bereitschaft zu helfen in der Bervölkerung

Grundsätzlich sei aber eine große Bereitschaft zu helfen seitens der Bevölkerung gegeben. „Die Hollensteiner Gesellschaft ist vorzeigewürdig. Im Unterschied zur FPÖ, die nur dummen Populismus betreibt.“

Was die FP-Kritik an der Lage der Unterkunft betrifft, so könne er auf Gut Hohenlehen nunmal den Platz bieten, der erforderlich sei, sagt Schmidtkunz. „Wichtig ist es, eine menschenwürdige Unterkunft bieten zu können. Die ideale Lage für Flüchtlinge für die FPÖ ist immer nur in Syrien.“