Erstellt am 22. Juni 2016, 12:45

von Markus Huebmer

Schüler auf Öko-Trip. Prämierung / In die Welt der Mikroorganismen begaben sich Schüler der NMS Hollenstein. Sie kompostierten Bio-Abfälle in der Küche. Wie das geht, zeigte das Team am Freitag in Wien.

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Der Konsumentenschutz ist ein öffentliches Anliegen. Wie Produkte für diesen Zweck getestet werden können, haben die Schüler der Neuen Mittelschule Hollenstein selbst nachvollzogen.
Dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit hatte sich das sechsköpfige Schülerteam verschrieben. Ihre Idee reichten die Lernenden beim Verein für Konsumenteninformation ein und gewannen mit außerordentlicher Leistung. In der Versuchsanordnung zeigte die Erfindung in voller Funktion, die Vorteile ökologischen Umgangs mit Abfall.

Das gefiel der Kommission so gut, dass schließlich eine Einladung nach Wien ins Haus flatterte. Am vergangenen Freitag wurde in den Räumen der Nationalbank der Umweltpreis an die jungen Forscher verliehen. An der Neuen Mittelschule Hollenstein entwickelten die Schüler Carina Jagersberger, Manuel Rigler, Stefan Blaimauer, Tina Schneiber, Hannah Maderthaner und Selina Peitler ihren Küchenkomposter. Die Lernenden waren zuvor auf das Thema Biomüll und seine Verwertung aufmerksam geworden und stellten die Frage, was mit den Küchenabfällen in einem Haushalt ohne Garten passieren soll.

Mikroorganismen brauchen genügend Sauerstoff 

Ihre Antwort: Der biologisch abbaubare Müll, der in der Küche anfällt, könnte gleich dort verwertet werden. Das Team plante und konstruierte daraufhin den „Ultimativen Indoor-Komposter“. Dieser besteht aus drei Behältnissen, die zusammen mit einer Ummantelung, zu 90 Prozent aus Holz gefertigt wurden.

Ebenso nachhaltig wie die verwendeten Materialien ist die ganze Technik im Indoor-Komposter. Die Mikroorganismen fressen sich erst durch die Abfälle, wenn sie genügend Sauerstoff bekommen. Eine Lüftung bringt die Luft ins Innere der geruchsarmen Kompostieranlage. Eine Solarzelle liefert grüne Sonnenenergie.
Mit dem fertigen Küchenkomposter ging es schließlich weiter: Für die Preisausschreibung des Vereins für Konsumenteninformation sollte ein Produkt getestet werden.

Die Schüler wählten ein Kräuterextrakt der Firma TVA GmbH des Hollensteiners Michael Spitzer. Die Versuchsanordnung zeigte, dass die Zersetzung des Biomülls in der Küche beschleunigt wird, wenn das Extrakt dem Abfall beigemengt wird. Lehrer Josef Katzensteiner betreute das Projekt.