Erstellt am 29. Oktober 2015, 17:32

Schutz bei Hochwasser. Rückhaltebecken und Investition von bis zu 40 Millionen sollen Ybbsitz vor hundertjährlichem Hochwasser schützen.

Bürgermeister Josef Hofmarcher, Erich Czeiner (Abteilung Wasserbau WA3 der NÖ Landesregierung), Jörg Huber (Pfeiller & Lang Ziviltechnik), Leo Guger, Adalbert Haydn, Thomas Penn und Oliver Huber (v.l.) stellten sich den Fragen der 150 Gäste.  |  NOEN, Leo Lugmayr

Der Saal im Goldenen Hirschen war voll, denn das Thema Hochwasserschutz betrifft alle Ybbsitzer. Vergangenen Mittwoch präsentierten die Fachleute des Landes den aktuellen Stand der Planungen im umfassenden Hochwasserschutz vor 150 Interessierten. „Die Präsentation war sehr gut aufbereitet und die Planungsarbeiten wurden sehr gründlich gemacht“, zeigte sich Bürgermeister Josef Hofmarcher zufrieden.

Hochwasserschutzprojekt wurde vorgestellt

Nach einem Rückblick auf die Hochwässer der vergangenen Jahrzehnte stellten die Planer von der Abteilung Wasserbau der NÖ Landesregierung, unter ihnen der Mostviertel-Verantwortliche Erich Czeiner, und die Projektanten des Amstettner Ziviltechnikbüros Pfeiller & Lang den Stand des Ybbsitzer Hochwasserschutzprojektes vor. Demnach sollen drei Rückhaltebecken errichtet werden. Eines entsteht am Prollingbach im Bereich Groß Moos, ein weiteres bei Jungwurzlehen am Oberlauf der Schwarzen Ois und ein drittes im Dürnbachgraben im Gebiet Oberamt, wo das Wasser eines Zubringers zur Schwarzen Ois rückgehalten werden soll.

Bauliche Begleitmaßnahmen entlang der Flüsse

„Durch drei ideale Standorte soll das Rückhaltevermögen maximiert werden, sodass das restliche Wasser eines Starkregenereignisses schadlos durch den Siedlungsraum abgeführt werden kann“, erläuterten die Planer des Landes. Aber nicht nur um den Bau von Rückhaltebecken geht es, zusätzlich sollen auch bauliche Begleitmaßnahmen entlang der Flüsse umgesetzt werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird mit 30 bis 40 Millionen Euro veranschlagt.

Bürgermeister Josef Hofmarcher dankte für die sachliche Diskussion. „Denn geschützt wird damit der gesamte Siedlungsraum Ybbsitz.“