Erstellt am 11. November 2015, 10:15

Sommerferien!. Wöchentlich berichtet Ninika auf NÖN.at von ihrem spannenden Auslandssemester in den Vereinigten Staaten.

 |  NOEN, Foto: Hermann Schrey
Neun Wochen dringende Erholung von Früh-Aufstehen und Schulunterricht. Für mich jedoch stand der Sommer 2015 voll im Zeichen von meinem großen Ziel: das Sommer-Semester 2016 auf eine High-School in den Vereinigten Staaten von Amerika zu gehen.

In den meisten Fällen von Auslandsstudien gibt es einen ähnlichen Ablauf:
  1. Man sucht sich eine passende Agentur (für den deutschsprachigen Raum haben die meisten dieser Unternehmen ihren Sitz in Deutschland)

  2. Mit den Mitarbeitern dieser Vermittler werden alle grundsätzlichen Fragen durchgesprochen (nicht nur per Telefon/Mail, sondern auch bei einem persönlichen Gespräch).

  3. Sobald die grundsätzlichen Voraussetzungen  stimmen (z. B. Sprachkenntnisse, persönlicher Eindruck, finanzielle  Einigung, usw.), bekommt  man die Bewerbungsunterlagen geschickt

  4. Die Unterlagen werden komplett ausgefüllt wieder zurückgeschickt und überprüft

  5. Sobald die Agentur die Prüfung abgeschlossen hat, entscheidet sie, ob der Interessent angenommen wird und schickt einen Vertrag

  6. Im Anschluss gibt es noch einen Englisch-Test und die Übermittlung der Bewerbungs-Unterlagen an die lokale Partner-Firma in den USA

  7. Diese überprüfen ebenfalls die gesammelten Werke und treffen eine Entscheidung, ob man für Gast-Eltern und passender High-School in der gewünschten Region in Frage kommt

  8. Dann werden die regionalen Mitarbeiter der USA-Organisationen aktiv und kontaktieren mögliche Gastfamilien

  9. Danach kommen Wochen und Monate des Wartens auf eine positive Nachricht

x  |  NOEN, privat
Zum Sommerferien-Beginn war ich genau bei Punkt Nr. 1, ohne zu ahnen, wie umfangreich mein Ferienprogramm sein wird. Meine Eltern waren noch nicht 100 % von meinen Plänen überzeugt, obwohl sie grundsätzlich dem Thema ‚Auslandsaufenthalt‘ sehr offen gegenüber stehen.
Zuerst forderten mein Vater und ich die Unterlagen von einigen Anbietern an, einfach als Orientierungs-Hilfe.

Der Briefkasten war danach voll von großen, an mich adressierten Umschlägen.
Der Inhalt bestand meist aus vielen bunten Broschüren mit Fotos von noch mehr, immer  fröhlich lachenden Jugendlichen. Zahlreiche Berichte von begeisterten Teilnehmern vermittelten ein fast märchenhaftes Bild von den Programmen der entsprechenden Anbieter.

Ein paar Gespräche mit Verwandten und Freunden, welche schon Erfahrungen mit Schüler-Auslands-Aufenthalten gemacht haben, brachten noch mehr Infos zum Thema.

Handbuch lieferte wertvolle Unterstützung

Die beste Unterstützung wartete jedoch im Regal einer Buchhandlung: Mein Vater fand ein aktuelles fast 600 Seiten dickes Handbuch zum Thema ‚Schüleraustausch‘, welches er für mich kaufte. Endlich hatten wir eine brauchbare, genaue und umfassende Möglichkeit, die Leistungen, Schwerpunkte und Kosten der Anbieter auf dem deutschsprachigen Markt (ohne ablenkende Fotos) relativ neutral zu vergleichen!

Das Buch war uns eine große Hilfe, damit wir bessere Entscheidungen treffen konnten und mehr Zeit hatten, den sonnigen Sommer zu genießen.

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