Erstellt am 15. Oktober 2015, 06:52

von Heribert Hudler

„Brauchen wir ein Feuerwehrhaus?“. Bei der Eröffnung des Feuerwehrhauses der FF Doppel verwiesen Blutsch und Heuras auf die Wichtigkeit einer effizienten Feuerwehr.

Bei der Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses in Doppel: Der 2. Landtagspräsident Johann Heuras, Bürgermeister Thomas Raidl, BH-Stellvertreter Leopold Schalhas, Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, die Landtagsabgeordneten Anton Kasser und Helmut Schagerl, Abt Johannes Gartner, Kommandant Al-fred Spreitzer, Stellvertreter Andreas Blamauer und Verwalter Ludwig Sonnleitner.  |  NOEN, Heribert Hudler

„Wenn ein Feuerwehrhaus gebaut wird, hat man nicht immer nur Freunde. Die Bevölkerung fragt sich, ob es überhaupt gebraucht wird“, sagte Landesfeuerwehrbranddirektor-Stellvertreter Armin Blutsch in seiner Rede beim Festakt zur Eröffnung des neuen Hauses der Freiwilligen Feuerwehr Doppel am Sonntagberg. Diese Frage dürfe sich gar nicht stellen. Denn die Feuerwehren hätten einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Das flächendeckende Netz der Feuerwehren gebe der Bevölkerung die nötige Sicherheit im Ernstfall.

Blutsch erzählte weiter, dass er einen Brief bekommen habe, wo er gefragt wurde, warum die Sirene um drei Uhr morgens bei einem Alarm eingeschaltet werde. Zwei Monate später sei der Sohn der Briefschreiberin in einem Fahrzeug eingeklemmt gewesen. Danach habe sich die Frage erübrigt.

Dieses Beispiel zeigt, dass jede gut ausgebildete Feuerwehr eine gute Ausrüstung braucht. Dazu zählt auch ein modernes Feuerwehrhaus. Die Freiwillige Feuerwehr Doppel hat nun ein Gebäude, das den heutigen Standards im Feuerwehrwesen entspricht.

Gesamtkosten bei 850.000 Euro

12.000 freiwillige Arbeitsstunden haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Doppel in den Bau des neuen Feuerwehrhauses investiert. Das 1925 errichtete, alte Gebäude war in die Jahre gekommen und viel zu klein geworden. Vor zwei Jahren wurde schließlich der Neubau in Angriff genommen. Das alte Feuerwehrhaus wurde abgerissen und ein neues zweistöckiges Gebäude errichtet. Die Gesamtkosten beliefen sich inklusive der Arbeitsleistung auf 850.000 Euro. Gemeinde und Land NÖ steuerten jeweils 260.000 Euro bei, 100.000 Euro verblieben bei der Feuerwehr.

Der 2. Landtagspräsident Johann Heuras sagte in seiner Rede, dass der Mensch gewisse Grundbedürfnisse habe. Dazu zählten Gesundheit, Arbeitsplatz, Familie, Wohnen und ganz oben stehe auch das Thema Sicherheit. „Wir versichern uns gegen alles. Die freiwillige Feuerwehr ist aber die einzige Versicherung, die ohne Polizze und Prämie tätig ist“, so Heuras.