St. Georgen am Reith

Erstellt am 04. Oktober 2017, 05:01

von Andreas Kössl

Bauern beklagen Steuerlast. Einheitswerte erhöhten sich in St. Georgen/Reith um bis zu 168 Prozent. Kleinbauern vor dem Aus.

St. Georgen/Reiths Bauern beklagen die massive Abgabenlast durch die neuen Einheitswerte. Am Bild: Martin Helmel, Franz Hager, Klaus Hobiger, Andreas Hager, Erich Baumann und Thomas Haidler (v.l.).  |  Kössl

Groß ist der Unmut in St. Georgen/Reiths Bauernschaft. Verantwortlich dafür sind die Einheitswertbescheide der Finanzbehörde, die den Landwirten in der kleinen Ybbstalgemeinde in den letzten beiden Jahren nach und nach ins Haus geflattert sind.

EHW blieb 24 Jahre unverändert

Der Einheitswert (EHW) ist jene Zahl, welche die Ertragsfähigkeit eines landwirtschaftlichen Betriebs widerspiegeln soll und zur Berechnung der zu leistenden Abgaben und Steuern, vor allem zur Festlegung des Sozialversicherungsbeitrages, herangezogen wird. 24 Jahre lang blieben die Einheitswerte in Österreich unverändert, bis im Jahr 2014 mit einer neuen Feststellung gestartet wurde.

Das Ergebnis dieser Erhebung lässt in St. Georgen/Reith viele Bauern fassungslos zurück. „Obwohl die land- und forstwirtschaftliche Fläche gleich blieb, vermeldeten manche Bauern Erhöhungen von über 150 Prozent“, berichtet Landwirt Klaus Hobiger. „Von der Agrarpolitik und den Landwirtschaftskammervertretern wurde uns im Vorfeld gesagt, dass die Anpassung der Einheitswerte im Durchschnitt zehn Prozent betragen würde“, sagt der ehemaliger ÖVP-Fraktionschef des Ortes weiter. „Die Realität sieht ganz anders aus.“

Werte durchschnittlich um 45 Prozent erhöht

Der Ortsbauernrat hat daraufhin die Zahlen in der Gemeinde genauer unter die Lupe genommen. Die Auswertung ergab folgendes Ergebnis: 12,24 Prozent beträgt die niedrigste Einheitswerterhöhung, stolze 167,76 Prozent die höchste. Die durchschnittliche Erhöhung liegt bei 45,42 Prozent.

Wie die Bauern gegen diese massive Erhöhung argumentieren und was die Politik dazu sagt, lest ihr in der Printausgabe der Ybbstaler NÖN sowie im ePaper.

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