Erstellt am 13. April 2016, 05:24

von Andreas Kössl

Sonderausstellung: Sportstadt im Fokus. Die Stadt Waidhofen würdigt von 4. Juni bis 31. Oktober ihre Sportlerpersönlichkeiten von einst und jetzt im 5e-Museum mit einer Sonderschau.

Wahre »Schätze« aus der Ybbstaler Sportgeschichte wurden für die heurige Sonderausstellung im 5e-Museum ausgegraben. Auf viele Besucher freuen sich Sportstadtrat Fritz Rechberger, Museumsleiterin Eva Zankl und Bürgermeister Werner Krammer.  |  NOEN, Foto: Kössl
Kilian Fischhuber, Thomas Sykora und Anton „Jimmy“ Steiner, das sind wohl die bekanntesten Sportlerpersönlichkeiten, die man mit Waidhofen in Verbindung bringt. Dass die Stadt darüber hinaus aber eine lange Geschichte hat, wenn es um sportliche Erfolge geht, wird leicht übersehen.

Schon nahezu in Vergessenheit geraten ist etwa, dass es in den 40er/50er-Jahren ein Waidhofner Wasserballteam gab, das in der obersten österreichischen Liga gespielt hat, oder dass es in Kreilhof eine Skisprungschanze gab, auf der Weitenrekorde aufgestellt wurden. Dass bei Motorradrennen einst mit 170 Sachen durch die Allee gebrettert wurde, kann man sich heute ebenfalls gar nicht mehr vorstellen.

Idee von Sportstadtrat Rechberger

Die einst in Waidhofen ansässige Skifabrik Oldenburg ist zwar noch vielen ein Begriff. Dass an dem Standort aber einst die Firma Burton ihre ersten Snowboards produziert hat, ist dann schon wieder weniger bekannt. Um all die erfolgreichen Waidhofner Sportler von einst vor den Vorhang zu holen und die Bedeutung des Sports für die Region deutlich zu machen, widmet sich eine Sonderausstellung von 4. Juni bis 31. Oktober im 5e-Museum der Sportgeschichte im Ybbstal, wobei der Hauptfokus auf der Stadt Waidhofen liegt.

Die Idee dazu kam von Sportstadtrat Friedrich Rechberger. „Sport hat einen hohen Stellenwert in unserer Stadt. Mit dieser Ausstellung wird unterstrichen, wie viele berühmte Töchter und Söhne Waidhofen auch im sportlichen Bereich schon hervorgebracht hat“, sagt Rechberger.

 Exponate von Waidhofner Bürgern

Durchgeführt wird die Ausstellung vom „Verein zur Erforschung der Mostviertler Geschichte (VEMOG)“, dem Stadtarchiv Waidhofen und der Agentur „randlos“. „Es wird eine Ausstellung über viele Sportarten sein, die anhand von Bildern vorgestellt werden“, sagt Stadtarchivarin Eva Zankl. „Die Ausstellung lebt von diesen Bildern.“ So habe man etwa ein gestochen scharfes Foto von Hürdenspringern bei der Eröffnung des Waidhofner Alpenstadions im Jahr 1949.“

Viele Exponate stammen von Waidhofner Bürgern, die ihre „Schätze“ für die Dauer der Ausstellung verliehen haben. „Wir haben so eine Fülle an Material bekommen“, sagt Zankl. Aus Platzgründen könne man jedoch nicht alles zeigen beziehungsweise gewisse Dinge nur anreißen. Vertiefende Texte zu einzelnen Ausstellungsstücken und Fotos werden sich auf der Homepage des Vereins „VEMOG“ finden.

Bei der Sonderausstellung wird auch eine „Hall of Fame“ mit historischen Exponaten eingerichtet. Ein Originalwasserball aus den 50er-Jahren findet sich da ebenso wie eines der ersten in Waidhofen produzierten Burton-Snowboards. Zu bewundern gibt es auch die Olympia-Bronzemedaille von Jimmy Steiner oder eine Ski-Weltcup-Kristallkugel von Thomas Sykora.

„Gemäß unserem Motto ,...leben voller Möglichkeiten‘ ist auch der Sport ein wichtiges Standbein für die Lebensqualität in Waidhofen“, freut sich Bürgermeister Werner Krammer.