Erstellt am 06. Juli 2016, 05:51

von Andreas Kössl

Schleiereule erlag schwerer Verletzung. Tierpfleger fanden Vogel mit Kopfverletzung in seinem Gehege. Eigenverletzung kann ausgeschlossen werden.

Der Tod der Schleiereule reiht sich in eine Serie von Sabotageakten und Tierquälereien im Naturpark Buchenberg ein.  |  NOEN, Plachy

Zu einem weiteren mysteriösen Vorfall kam es Anfang vergangener Woche im Tierpark am Buchenberg. Tierpfleger fanden am Montagmorgen eine Schleiereule mit einer schweren Kopfverletzung in ihrem Gehege auf. Für das Tier kam jedoch jegliche Rettung zu spät, es erlag kurz darauf seiner schweren Verletzung.

Was die Verletzung zugefügt haben könnte, ist derzeit noch unbekannt, soll aber durch eine pathologische Untersuchung geklärt werden. Fest steht, dass sie sich der Vogel nicht selbst zugefügt haben kann. Das stellte eine Tierärztin nach dem Tod des Tieres fest.

Auch Graureiher erstochen

Der Tod der Schleiereule reiht sich in eine Serie von Sabotageakten und grausamer Tierquälereien, die im Tierpark Buchenberg in den letzten Jahren vorgefallen sind, ein. Bereits 2011 entwischten Uhus, Waschbären und Hirsche durch fremdes Zutun aus ihren Gehegen und wurde einem jungen Fuchs der Kopf abgetrennt.

Ende 2014 wurde dann ein Weißstorch so lange von Tierquälern malträtiert bis er starb. Der mutmaßliche Täter konnte zwar ausgeforscht werden, er tauchte jedoch im Ausland unter. Ein halbes Jahr später, im Sommer des Vorjahres, wurden schließlich ein Graureiher erstochen und ein Weißstorch schwer verletzt.

Hirschgehege zwei Mal mutwillig beschädigt

Anfang Juni verschwand nun eine Hühnerschar spurlos aus dem Tierpark und kurz darauf wurde das Rothirschgehege aufgezwickt, sodass zwei Hirschkühe entwischten. Die NÖN berichtete. Die Tiere befinden sich mittlerweile wieder im Gehege. Rund eineinhalb Wochen nach diesem Vorfall machte man sich jedoch erneut am Rothirschgehege zu schaffen. Der Draht des Zaunes wurde so aufgedreht, dass wieder eine Lücke entstand. Dieses Mal blieben die Tiere jedoch zum Glück im Gehege.

Ob es sich bei der toten Schleiereule um einen weiteren Fall von Tierquälerei handelt, ist derzeit noch unklar. Der Vogel befand sich in einem Bereich des Tierparks, der öffentlich nicht zugänglich ist. Die Polizei wurde eingeschaltet.