Erstellt am 30. Juni 2016, 10:39

Rat & Tat. Ninika Schrey besucht ein halbes Jahr eine High School. Auf ybbstal.NÖN.at berichtet die HAK-Schülerin von den Vorbereitungen und ihren Erfahrungen in den USA.

NÖN, zVg

Für viele Teenager, die vielleicht in den kommenden Monaten oder Jahren ein Highschool- Semester machen wollen, habe ich ein paar hilfreiche Tipps durch Erfahrungen, die ich in meiner Zeit hier gesammelt habe.

1. Englisch lernen

1. Lerne schon viel  Englisch, bevor die Zeit im Ausland startet. Bücher auf Englisch zu lesen, amerikanische Filme zu schauen, mit englischen Freunden zu telefonieren oder zu skypen oder auch das Handy auf Englisch umzustellen, all diese Dinge werden sehr hilfreich sein.

Ich war nicht so perfekt vorbereitet und  kann mich noch gut an meine ersten drei Tage in Montana erinnern: Alles war so ungewohnt und merkwürdig. Ich habe mich richtig „ausländisch“ gefühlt und musste über jeden einzelnen Satz nachdenken, bevor ich geantwortet habe. Manchmal kam es mir so vor, als würde ich einfach keine Fortschritte machen. Aber nach einigen Wochen hat sich mein Englisch dann glücklicherweise doch sehr gebessert. Ich  kann nun einfach etwas erzählen, ohne viel nachzudenken und ich kann Wörter besser aussprechen. Ich habe in meinem Wortschatz auch amerikanisches Vokabular dazu bekommen.

Nach ungefähr drei Monaten habe ich begonnen, auf Englisch zu denken und zu träumen (wobei ich nur selten träume) und zwei meiner Freunde sagten, dass sie finden, dass ich schon sehr fließend reden kann.

2. Verantwortung für Geld

2. Wichtig ist die eigene Verantwortung für das Geld. Da war es sehr gut, schon vor der Abreise mit meinen Beratern von der Raiffeisenbank (vielen Dank nochmals an Lukas und Manuel!) alle Fragen zu Kreditkarten/Bankomatkarten durchzugehen. Auch während der Zeit in den USA war es einfach gut zu wissen, wen man bei Geldangelegenheiten fragen kann. Generell zahlt man in den USA fast alles mit Kreditkarte, so dass man im Vorhinein dafür sorgen sollte, dass immer genügend Geld auch verfügbar ist und dass man den finanziellen Rahmen weiß, der zur Verfügung steht. Geld abheben am Automaten ist mit recht hohen Gebühren verbunden, so dass es sinnvoll ist, gleich größere Beträge abzuheben.

3. Positiv und offen sein

3. Die Basis, um Freunde zu finden und gut aufgenommen zu werden,  ist die Ausstrahlung und die Einstellung zu anderen Menschen. Positiv, dankbar und offen sein, lächeln und freundlich mit den Mitmenschen umgehen, kommt immer gut an und hinterlässt einen sympathischen Eindruck.

Auch wenn man nicht mit jedem Menschen befreundet sein kann, ist es wichtig, Respekt zu zeigen und sich aus „Lästereien“ besser rauszuhalten, denn man weiß nie, was das letztendlich bewirkt. In meinem Abschiedsbuch (ich empfehle wirklich jedem, ein Abschiedsbuch zu kaufen, weil es einfach eine unglaublich gute Erinnerung ist) haben viele meiner Freunde erwähnt, dass ich so positiv und von Vielem begeistert bin.

Freunde finden kann leicht sein oder auch nicht. Ich hatte das Glück, dass ich bereits zwei Wochen vor Schulbeginn anreiste und somit schon alle meine Nachbarn kennenlernen konnte. Vier davon gingen dann auch in meine Schule.

4. Gastfamilie

4. Man muss sich in der Gastfamilie wie in einem zweiten Zuhause fühlen, was jeder bereits in den ersten drei Wochen feststellen kann. Ich habe mich leider schon von Beginn an nicht besonders wohl gefühlt, aber ich bin trotzdem für drei Monate dort geblieben und habe immer versucht, Dinge noch besser zu machen oder über Sachen, die mich sehr störten, hinwegzusehen, aber das bringt nichts auf die Dauer. Man sollte auf jeden Fall wechseln, wenn es schon am Anfang nicht passt.

Meine zweite Gastfamilie war wirklich perfekt und ich hatte großes Glück, dass ich zwei Monate mit ihnen verbringen konnte und bin ihnen sehr dankbar für die schöne Zeit.

In manchen Gastfamilien hat man Geschwister, in anderen nicht, mit manchen Gastfamilien unternimmt man Ausflüge oder sogar Reisen, mit anderen nicht. Es ist abhängig vom Verdienst der Gasteltern, vom Interesse, den Arbeits- und Urlaubszeiten und anderen Dingen. Aber wenn man viele Freunde hat und sich um viele Aktivitäten auch außerhalb der Schule kümmert, hat man immer viel Spaß und es wird nie langweilig!