Erstellt am 04. November 2015, 11:37

Viele offene Fragen vor Reisebeginn. Wöchentlich berichtet Ninika auf NÖN.at von ihrer spannenden Reise in die USA.

Ninika Schrey  |  NOEN, privat
Zwölf Monate sind vergangen. Zwölf Monate, welche mein Leben grundlegend verändert haben. Im September 2014 gab es in der Waidhofner Handelsakademie eine Info-Veranstaltung zum Thema ‚Auslands-Semester‘, welche mir sehr gut gefallen hat.

Schüler berichteten bei dieser Präsentation über ihre Erfahrungen in unterschiedlichen Ländern, dem Besuch von High-Schools und dem Leben bei Gastfamilien. Alles wirkte so spannend, doch irgendwie gut organisiert und vor allem ‚machbar‘.

Voll bepackt mit bunten Informationsbroschüren und den begeisterten Geschichten noch in den Ohren kam ich nach Hause. ‚Das will ich machen!‘ Wie ich mir schon gedacht hatte, kamen sofort die Fragen meiner Eltern: ‚Wann willst du das machen? Was kostet ein Auslands-Semester? Wo willst du wohnen? Musst du die Klasse in Österreich wiederholen?‘ und noch viele mehr.

Eigentlich zu viele Fragen und vor allem zu viele offene Antworten. Zu diesem Zeitpunkt war ich vierzehn Jahre und erst im März 2015 war mein 15. Geburtstag.

Wunschreiseziel: Vereinigte Staaten

Mein Wunschland waren die USA und ein halbes Jahr in den Vereinigten Staaten kostet mit High-School-Besuch, Wohnen bei der Gastfamilie und den Flügen von und nach Wien, Taschengeld, Aufenthaltsgenehmigung, Taschengeld usw. einen enormen Geldbetrag - für mich zu diesem Zeitpunkt eine sehr hohe Geldsumme. Eigentlich (fast) unerreichbar hoch!

Ich hatte in den letzten Jahren schon einen beachtlichen Teil meines Taschengeldes angespart. Es war eine stolze Summe, jedoch bei weitem nicht ausreichend. Auf jeden Fall wollte ich einen Anteil der Kosten aus meinen Ersparnissen beitragen.

Die Unterlagen blieben auf meinem Schreibtisch liegen und die Pläne in meinem Kopf. Ich war in der ersten Klasse der Handelsakademie mit dem Schwerpunkt Sport und hatte damit genug zu tun: Mitarbeitskontrollen, Schularbeiten, Prüfungen und Sportveranstaltungen in meinem Schul-Alltag waren immer wichtiger.

Informationssuche mit Leni

Im Mai 2015 besuchte ich für ein Wochenende meine gleichaltrige gute Freundin Leni in Salzburg. Unsere Gespräche kamen unter anderem auch auf das Thema eines Auslands-Semesters, was Leni auch sehr stark interessierte. Gleich am nächsten Tag fragte sie ihre Eltern, ob sie das auch machen könnte. Die Reaktionen der Eltern waren recht positiv.

Ab diesem Zeitpunkt hatte auch ich wieder Hoffnung und listete gemeinsam mit ihr alle Vorteile auf.

Ich holte mir im Internet die wichtigsten Informationen für ein High-School-Semester in den USA. Natürlich gab es auch endlose Gespräche mit meinen Eltern. Obwohl sie grundsätzlich mein Vorhaben unterstützten, fehlten noch viele Antworten.

Mir blieben die ganzen Sommerferien Zeit, aus meinem Wunsch Wirklichkeit  zu machen. Dazu aber mehr in der kommenden Woche.