Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 10. August 2016, 05:39

von NÖN Redaktion

1.500 durch Crowdfunding. Die Initiative „Wirtschaft 2050“ einer Gruppe von Hochschulstudenten feierte den Erfolg ihres Crowdfunding-Projekts und lud wie versprochen zum Grillen an der Ybbs.

Hermann Hackl, Elisabeth Austaller, Thomas Wagner, Julia Sattler, Toni Pichler, Barbara Pirringer, Wolfgang Rechberger, Jonathan Ritt, Raphael Kößl und Jürgen Tatzreiter (v.l.) beim Crowdfunding-Grillen an der Ybbs.  |  NOEN, privat

Das im Mai gestartete Crowdfunding-Projekt des Vereins Wirtschaft 2050 wurde im Juni erfolgreich abgeschlossen. „Rund 30 Unterstützer sorgten dafür, dass unser Ziel von 1.500 Euro übersprungen wurde und tragen so zur Finanzierung der Veranstaltungsreihe ‚Wirtschaft 2050‘ im Herbst bei“, berichtet Raphael Kößl vom Veranstaltungsteam.

Am vergangenen Samstag löste eine Gruppe Unterstützer ihre Belohnung – ein gemeinsames Grillfest an der Ybbs in Seeburg – gemeinsam mit einem Teil des Wirtschaft-2050-Teams ein. „Wir freuen uns sehr, dass wir durch den Beitrag unserer Unterstützer und vieler Sponsoren aus der Region ‚Wirtschaft 2050‘ auch heuer wieder bei freiem Eintritt der interessierten Bevölkerung anbieten können“, so Wirtschaft-2050-Finanzreferent Jürgen Tatzreiter.

Textilindustrie wieder nach Westeuropa

Die Veranstaltungsreihe selbst beginnt am 5. September mit einem Vortrag der Niederösterreicherin Gertrude Tumpel-Gugerell. Die ehemalige Vizegouverneurin der Österreichischen Nationalbank war acht Jahre im Direktorium der Europäischen Zentralbank vertreten. Sie gilt als eine der größten Bank- und Finanzmarktexpertinnen Österreichs und – trotz anhaltender Krisen – als eine Verteidigerin der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.

Die Unternehmerin Sina Trinkwalder wird zwei Wochen später als nächste Referentin nach Waidhofen kommen. Die Augsburgerin beschäftigt in ihrer Schneiderei manomama 150 Mitarbeiter. Sie hat es geschafft, die totgeglaubte Textilindustrie wieder nach Westeuropa zurückzuholen und hochwertige Kleider aus ausschließlich regionalen Werkstoffen in Deutschland zu fertigen.

Vorbereitungen verlaufen optimal

Fabian Scheidler wird am 3. Oktober den Reigen der heurigen „Wirtschaft 2050“ beschließen. In seinem neuesten Buch „Das Ende der Megamaschine“ rollt er die gegenwärtige Gesellschaft von ihren Anfängen auf. So gelingt es ihm, Mechanismen der Macht offenzulegen. Die stotternde Megamaschine sei gerade im Begriff, endgültig einzugehen, weshalb eine Transformation rasch stattfinden müsse, um den Frieden in Europa nicht zu gefährden, so Scheidler.

Die Veranstalter bitten um Anmeldung unter www.wirtschaft2050.at. Außerdem gibt es auch heuer wieder die Möglichkeit, schon vorab Fragen an die Referenten zu stellen, damit diese in ihrem Vortrag gleich auf speziellere Fragen eingehen können. „Die Vorbereitungen verlaufen optimal. Wir freuen uns jetzt schon, dass es bald losgeht“, so Teammitglied Hermann Hackl.