Erstellt am 12. November 2015, 05:23

von Andreas Kössl

Waidhofen: Andrang in Raifberg. Asylwerber machen vom Spendenzentrum im Volksheim regen Gebrauch. Helfer haben alle Hände voll zu tun.

Die Helfer im Sachspendenzentrum: Gabriele Leitner, Youssef Darir, Ulrike Schauer, Melitta Oberbramberger, Erika Ertl, Erika Zanghellini, Hilal Darir und Christine Brandl.  |  NOEN, Foto: Kössl

Groß war der Andrang auch vergangenen Freitag wieder im Volksheim Raifberg. Schon am frühen Nachmittag warteten zahlreiche Menschen, dass sich die Pforten zum Sachspendenzentrum des Vereins Mit-Menschen öffneten. Um 15 Uhr war es dann zum bereits dritten Mal so weit, die freiwilligen Helfer hatten alle Hände voll zu tun.

Mit Anfang Oktober hat der Waidhofner Verein, der sich der Hilfe für Menschen in Not verschrieben hat, im Volksheim Raifberg einen Lagerraum für Sachspenden gefunden. Jeden ersten und dritten Freitag im Monat, von 15 bis 18 Uhr, werden diese dann an alle hilfsbedürftigen Menschen ausgegeben. Im selben Zeitraum können auch Spenden abgegeben werden.

Vornehmlich Asylwerber – und hier vor allem aus den größeren Unterkünften – machen vom Spendenzentrum Gebrauch. Die Menschen kommen aus den Flüchtlingsquartieren in Waidhofen ebenso wie aus den Unterkünften in St. Leonhard/Walde und Opponitz. An die 15 Personen sind im Sachspendenzentrum aktiv. Während ein Teil der Helfer mit der Warenannahme und -ausgabe bzw. dem Einschlichten in die Regale beschäftigt ist, chauffiert der andere Teil die Asylwerber samt den erhaltenen Dingen mit Autos und Kleinbussen wieder in die Quartiere zurück.

Verständigung mit Asylwerbern funktioniert gut

„Das Sachspendenzentrum ist sehr gut angelaufen. Der Andrang ist groß“, sagt Organisatorin Ulrike Schauer. „Auf der anderen Seite werden auch die Leute, die Sachspenden bringen, immer mehr.“ Dennoch werden einige Dinge weiterhin dringend benötigt. Vor allem Hygieneartikel sind immer gefragt, aber auch Spielzeug, Fahrräder, Bettwäsche – Pölster und Decken – und Geschirr werden benötigt. Wintersachen benötigt man derzeit nicht mehr. Überschüssige Ware wurde kürzlich nach Wien zu den Helfern von „Train of Hope“ gebracht, wo sie dringend benötigt wird.

Die Verständigung mit den Asylwerbern funktioniert im Spendenzentrum sehr gut. „Wir haben zum Glück mehrsprachige Helfer, die Farsi und Arabisch können“, sagt Schauer. „Auch ein Freund aus Syrien hilft uns sehr.“ Youssef Darir war mit seiner Frau und seinen vier Kindern bislang in St. Leonhard/Walde untergebracht. Seit Kurzem hat die Familie Asylstatus und ist in Kematen zuhause. Beim Verein Mit-Menschen packt die Familie kräftig mit an. Am 20. November ist das Spendenzentrum wieder geöffnet..