Erstellt am 20. Januar 2016, 05:53

von Andreas Kössl

Bankzentrale wächst. Raiffeisenbank Ybbstal startet ab 1. Februar Neubau des „Leibetsederhauses“. 13 Mitarbeiter aus Allhartsberg übersiedeln mit Jahresende nach Waidhofen.

So soll die Zentrale der Raiffeisenbank Ybbstal in Waidhofen aussehen. Das an die Bank anschließende »Leibetsederhaus« wird abgerissen und ein neues modernes Objekt errichtet. Die Bauarbeiten starten bereits Anfang Februar. Gegen Jahresende soll das Gebäude fertig sein. 13 Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle Allhartsberg übersiedeln dann nach Waidhofen.  |  NOEN, Foto: Architekt Hörndler Ziviltechniker GmbH

Ein großes Bauprojekt mitten in Waidhofen steht vor dem Start. Die Zentrale der Raiffeisenbank Ybbstal soll wachsen. Dazu wird das am Hohen Markt an die Bank anschließende „Leibetsederhaus“, das der Bank schon seit Jahren gehört, abgerissen und ein völlig neues Gebäude errichtet.

Da sich herausgestellt habe, dass das Haus baulich in einem sehr schlechten Zustand sei, habe man sich für einen Neubau entschieden, sagt Raiffeisen-Obmann Gottfried Losbichler. Damit ist das Leibetsederhaus das erste Objekt im Stadtkern von Waidhofen, welches zur Gänze abgerissen und neu aufgebaut wird. Möglich ist dies, weil das Haus nicht unter Denkmalschutz steht.

Dennoch gestalteten sich die Vorarbeiten langwierig. Unter Einbeziehung des Stadtbaubeirats, der derartige Projekte genehmigen muss, entschied man sich schließlich für einen modernen Bau nach den Plänen von Architekt Leopold Hörndler aus Neuhofen/Ybbs. „Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich dieser Neubau gut in das Stadtbild einfügt“, betont Losbichler.

Arbeiten beginnen am 1. Februar

Der neue Bau wird unterkellert sein, zwei Obergeschoße und ein Dachgeschoß haben und zur Gänze barrierefrei sein. Das Objekt wird so gestaltet, dass es bei Bedarf vom Hauptobjekt abgetrennt und als eigenes Gebäude genutzt werden kann.

Schon am 1. Februar soll mit den Arbeiten begonnen werden. Fünf Wochen soll der Abriss dauern. Während der Bauarbeiten wird der Obere Stadtplatz für Baufahrzeuge im Gegenverkehr geführt. Der Hohe Markt wird für Fußgänger sowie Zuliefer- und Einsatzfahrzeuge weiter passierbar sein, die Paul-Rebhuhn-Gasse muss kurzfristig gesperrt werden. Mitte 2016 soll der Rohbau stehen. Gegen Ende des Jahres soll dann bereits eröffnet werden. Dabei möchte man auch das diesjährige 120-Jahr-Jubiläum der Raiffeisenbank Ybbstal feiern.

Allhartsberg bleibt als Bankstelle

Gleichzeitig mit dem Raiffeisen-Bauprojekt wird auch das „Forsterhaus“ dahinter umgebaut. In dem neuen Objekt der Bank sollen jene Teile der Verwaltung untergebracht werden, die seit der Fusion der Raiffeisenbank Waidhofen mit der Raiffeisenbank Allhartsberg–Neuhofen–Ybbsitz im Jahr 2004 in der Geschäftsstelle Allhartsberg angesiedelt sind. 13 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz dann künftig in Waidhofen haben. Insgesamt soll Platz für 20 Mitarbeiter entstehen.

„Der Standort Allhartsberg bleibt als Bankstelle wie bisher“, sagt Geschäftsführer Walter Heigl. Die frei werdenden Räumlichkeiten möchte man vermieten. Über die Kosten des Bauprojekts wollte sich die Geschäftsführung nicht äußern.

„Man sieht an diesem und den weiteren Bauvorhaben, die heuer in der Innenstadt anstehen, dass sich Verlässlichkeit bezahlt macht: Unsere Geschäftstreibenden wissen, die Innenstadt selbst ist unser Einkaufszentrum“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. „Die 13 neuen Arbeitsplätze sind erste sichtbare Zeichen des Wachstums, das wir uns für die Zukunft vorgenommen haben und 2016 aktiv anpacken.“