Erstellt am 18. November 2015, 05:03

von Andreas Kössl

Waidhofen: Betreubares Wohnen in Hintergasse fällt. Genossenschaft entschließt sich aus Kostengründen zu Projektänderung und stockt von sechs auf 13 Wohneinheiten auf.

Kein betreubares Wohnprojekt wird es in der Hintergasse 27-29 geben. Stattdessen werden 13 Wohnungen errichtet.  |  NOEN, Foto: Kössl

Im Herbst 2012 wurde in Waidhofen ein erstes betreubares Wohnprojekt mit sieben Wohnungen in der Hintergasse 11 fertiggestellt. Ein weiteres derartiges Projekt sollte folgen. Wie die Stadt im August dieses Jahres mitteilte, sollten in der Hintergasse 27–29, am Standort der ehemaligen Firma Pointner, sechs weitere betreubare Wohneinheiten errichtet werden.

Nach einer Besprechung von Stadtvertretern mit Direktor Walter Mayr, dem Vorstandsobmann der NÖ Bau- und Siedlungsgenossenschaft, vergangene Woche steht nun jedoch fest, dass es zu diesem Projekt in der Hintergasse nicht kommen wird. „Nach genauer Kalkulation hat mir die Wohnbaugenossenschaft mitgeteilt, dass es dort kein betreubares Wohnen geben wird“, so Bürgermeister Werner Krammer.

Betreuung wird es nicht geben

Die Wohnungen werden zwar barrierefrei ausgeführt, eine Betreuung, wie sie in der Hintergasse 11 durch das Hilfswerk angeboten wird, wird es aber nicht geben. Geplant sind 13 Wohnungen mit Mietkaufoption oder gleich zum Kaufen. Reine Mietwohnungen wird es nicht geben.

„Die Entscheidung hat mit den Baukosten in dieser Lage zu tun“, sagt Krammer. „Die Gegebenheiten sind hier extrem eng, was einen hohen Aufwand bei der Bautätigkeit verursacht.“ Der Baubeginn soll im Frühjahr erfolgen.

Die Nachfrage nach betreubarem Wohnen sei in Waidhofen aber weiterhin gegeben, so der Bürgermeister. Deshalb soll ein derartiges Projekt am Bene-Areal auf der Zell umgesetzt werden. „Dort gibt es das Bekenntnis der Alpenland dazu und die baulichen Gegebenheiten sind auch andere.“