Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 29. Juni 2016, 05:28

von Leo Lugmayr

Betriebsrat fordert mehr Personal für Klinikum. Leistungen der Krankenhäuser nehmen zu, Anzahl der Dienstposten sinkt. Krankenhaus-Betriebsrat fordert mehr Personal.

530 Personen beschäftigt das Krankenhaus Waidhofen. Betriebsratsvorsitzender Karl Streicher fordert raschere Nachbesetzung bei Personalausfall.    |  noen, LL

Die Belastung der Spitalsbeschäftigten nimmt stetig zu, der Personalstand bleibt gleich oder sinkt sogar. Das ist für den den Betriebsrat des Klinikums Waidhofen ein Faktum. Ein Grund für den Vorsitzenden Karl Streicher, die Alarmglocken schrillen zu lassen. „Die Mitarbeiter des Krankenhauses erbringen täglich Spitzenleistungen, dennoch wird beim Personal gespart“, sagt Streicher. Das gehe vielen Beschäftigten an die Substanz.

„Häufig wird bei längeren Krankenständen und beim Ausscheiden von Mitarbeitern erst nach Monaten nachbesetzt“, so Streichers Erfahrung. Die Folge sei, dass die verbleibemde Belegschaft Aufgaben zusätzlich übernehme und Überlastung riskiere. „Dies führt aber unweigerlich wieder zu mehr Krankenständen“, stellt Streicher fest, was weder im Sinne der Patienten noch im Sinne des Klinikums sei.

„Für den Betriebsrat hat es den Anschein, dass Personalbesetzungen oft aus reinen Kostengründen bewusst hinausgeschoben werden“, so Streicher. Daher fordert er eine bessere Personalausstattung und höhere Planungsqualität, damit Überstunden vermieden werden können. „Beides trägt zur Qualität unserer Arbeit bei.“

Weiters fordert er eine Personalausstattung, die den aktuellen Anforderungen entspricht. Die Übernahme von ärztlichen Tätigkeiten durch den Pflegedienst führe zu Überlastung und Überstunden. „Wir haben eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, das soll auch so bleiben und es uns wert sein.“