Erstellt am 25. September 2015, 05:37

von NÖN Redaktion

Borkenkäfer treiben Unwesen. Waldbestand am Buchenberg leidet unter Fichtenborkenkäfern. 200 Festmeter Holz sind bereits befallen. Schlägerungsarbeiten in vollem Gange.

Johann Hirtenlehner, Georg Brenn und Patrick Stieger sind täglich unterwegs, um die Ausbreitung der Borkenkäfer am Buchenberg so gut wie möglich einzudämmen.  |  NOEN, Magistrat

Buchdrucker und Kupferstecher treiben ihr Unwesen im Wald - die Rede ist hier von den Fichtenborkenkäfern. Die Käfer haben sich auch am Buchenberg stark vermehrt. „Rund 200 Festmeter Holz sind von Borkenkäfern befallen“, berichtet Forstadjunkt Georg Brenn.

Die nur wenige Millimeter großen Insekten bohren sich durch die Rinde von Bäumen und zerstören das für den Baum notwendige Bastgewebe. In den meisten Fällen sterben die befallenen Bäume innerhalb kürzester Zeit ab. Windwürfe begünstigen die Vermehrung der Borkenkäfer. „Wir hatten seit November fünf Windwürfe. Daher gab es genug exponiertes Holz für den Borkenkäfer. Auch Hitze hat die Vermehrung begünstigt“, so Brenn.

Befall auch für nächstes Jahr zu erwarten

Schlägerungsarbeiten sind in vollem Gange. Brenn und seine Mitarbeiter sind jeden Tag unterwegs, um die Bäume zu kontrollieren und die Ausbreitung so gut wie möglich weiter einzudämmen. Drei konkrete Hinweise zeugen von einem Befall durch Borkenkäfer: der Abfall von Nadeln, verstärkter Harzfluss sowie Einbohrlöcher und braunes Bohrmehl an der Rinde beziehungsweise am Stammfuß. „Auch nächstes Jahr ist Borkenkäferbefall zu erwarten. Es kommt aber darauf an, wie das Wetter im Winter und Frühjahr ausfällt“, weiß Georg Brenn.

Österreichweit wird derzeit an einem Borkenkäfermonitoring gearbeitet. Eine genaue Erfassung von klimatischen Bedingungen soll die Prognosen für den lokalen Gefährdungsgrad der Waldbestände verbessern. Die Monitoringergebnisse mit entsprechenden Grafiken und Kartendarstellungen sind auf www.borkenkaefer.at zu finden.