Erstellt am 15. Januar 2016, 05:08

von Leo Lugmayr

„Brauchen Packages für 2016“. Vermarktung der Stadt Waidhofen ist seit 2007 auf einem guten Weg. Was aber fehlt, sind gemeinsame Angebote für die touristische Vermarktung der Stadt.

Fritz Hölblinger und Johann Stixenberger im NÖN-Gespräch. Sie wollen 2016 für die Waidhofner Geschäftswelt viel erreichen.  |  NOEN, Lugmayr

Geredet wird von „Packages für den Tourismus“ eigentlich schon seit Jahren. Nun will es das Waidhofner Stadtmarketing aber konkret anpacken. „Noch in diesem Frühling werden wir gemeinsam mit den Gastronomen und den Beherbergungsbetrieben der Stadt Angebote schnüren, die den Aufenthalt in der Stadt noch attraktiver machen“, sagt Johann Stixenberger, der das Stadtmarketing in dieser Frage berät. Gemeinsam mit Fritz Hölblinger, Obmann des Stadtmarketings, will er das Vorhaben auf Schiene bringen. „Wir sehen, dass sich unsere Aktionen wie die Einkaufsnächte oder Gewinnspiele deutlich im Umsatz widerspiegeln“, sagt Hölblinger, der überzeugt ist, dass sich eine Ausweitung der Aktivitäten nachhaltig zu Buche schlagen wird.

Dass dafür ein attraktiver Branchenmix ein Zugpferd sein kann, weiß Stixenberger: „Wir haben das Glück, dass wir rund 15 Geschäfte mit Nahversorgungsgütern in der Innenstadt haben, beginnend vom Bäcker über den Fleischer bis hin zur Trafik und Drogerie.“ Für den Seminartourismus seien nicht nur die Beherbergungsbetriebe selber, sondern auch das Angebot an Geschäften entscheidend. „Dann lassen die Gäste auch Geld da“, so Stixenberger.

Der Städtetourismus sei mit der Landesausstellung 2007, die Waidhofen unter dem Titel „Feuer & Erde“ gemeinsam mit St. Peter/Au ausgerichtet hatte, erst so richtig angesprungen.

Gastronomie bestätigt Standort-Attraktivität

Dass sich gerade auf dem Gebiet der Gastronomie mit der Eröffnung der Residenz Brasserie, eines griechischen Lokals in der Ybbsitzerstraße und mehreren Neuübernahmen in der Innenstadt in den vergangenen Monaten viel getan hat, spricht für die Attraktivität des Standorts. „Dabei gilt es, den raschen Strukturwandel aktiv mitzugestalten“, so Stixenberger. Denn der Wandel an Geschäften betrage immerhin pro Jahr fünf bis acht Prozent des Bestands. Hier müsse man so weit wie möglich steuernd, jedenfalls aber beratend eingreifen.

Doch für rasche Lösungen sei oft lahme Bürokratie ein Hemmschuh. „Wir haben in Waidhofen im Vergleich zu ähnlich großen Städten das Glück, dass Politik, Wirtschaft und Stadtmarketing an einem Strang ziehen“, sagt Stixenberger. Ein Sorgenkind sei derzeit aber noch die Fußgängerzone. „Den Bereich des Hohen Markts müssen wir im heurigen Jahr noch einladender gestalten“, ist Stixenberger überzeugt. Denn so verträumt die Gässchen in dem Bereich auch seien, ohne Frequenz könnten die Geschäfte dort nicht überleben. „Da kann man aber im Bereich der Zu- und Abgänge viel gestalten“, sagt Hölblinger.