Erstellt am 25. Februar 2016, 05:14

Ein Meister mit Liszt. Der Waidhofner Pianist Andreas Stockinger begeisterte am Samstag im Kristallsaal mit Werken von Franz Liszt, darunter Bearbeitungen der Schubertliederzyklen.

Andreas Stockinger bewies sein Talent und Können am Klavier im Kristallsaal, wo er Liszt und Schubert zu einem unvergesslichen Hörerlebnis hochleben ließ.  |  NOEN, Foto: Lugmayr

Es war ein Abend für Genießer. Der Waidhofner Pianist Andreas Stockinger stellte am Samstag im Kristallsaal des Rothschildschlosses beeindruckend seine Meisterschaft unter Beweis. Beginnend mit den Liedbearbeitungen der Schubertzyklen „Die schöne Müllerin“ und „Winterreise“ arbeitete er sich durch ein Liszt-Programm, in dem er den Reichtum der Kompositionen im Widerlicht der Entstehungsepoche brillant zur Geltung brachte.

Sein perlender Vortag im Stück „Das Wandern“, die getragene Unruhe in „Wohin?“ oder die fordernde Eloquenz in „Ungeduld“ – Stockinger zeigte, wie differenziert er sich den Kompositionen Liszts annähert, um sie zu verinnerlichen und meisterlich aufs Tapet zu bringen.

Kein Wunder, dass es inzwischen bereits die erste CD des Pianisten gibt: Im Oktober des Vorjahres erschien diese unter dem Titel „Liedbearbeitungen von Franz Liszt“ Die zweite Silberscheibe ist allerdings bereits in Produktion: Ein LiveMitschnitt eines gefeierten Klavierabends im Stift Melk mit Werken von Nikolai Medter, Franz Schubert, Nikolai Mjaskowski und Franz Liszt kommt im Herbst auf die Ladentische. Das Konzert in Waidhofen machte jedenfalls eines klar: Andreas Stockinger ist bereits zu einem Meisterpianisten avanciert, von dem noch viel zu hören sein wird.