Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:13

von Andreas Kössl

Ein Ring kommt weg. Nach Diskussion mit Bürgern wird der unterste Betonring in der Arzbergstraße über den Winter entfernt. Nach Testphase wird weiteres Vorgehen entschieden.

Der unterste Betonring soll über den Winter entfernt werden.  |  NOEN, Kössl

Eine Anfrage an Bürgermeister Werner Krammer bezüglich der Verkehrsmaßnahmen, die kürzlich in der Arzbergstraße gesetzt worden waren, brachte die SPÖ kürzlich ein.

Um nach der Asphaltierung Tempo 30 in dem Straßenzug zu gewährleisten, wurden insgesamt drei Betonringe zur Verringerung der Fahrbahnbreite aufgestellt. Ein Verkehrssachverständiger hatte der Stadt dazu geraten, nachdem Anrainer Befürchtungen an den Stadtchef herangetragen hatten, dass die neu asphaltierte Arzbergstraße zu einer „Rennbahn“ verkommen könnte.

Von den Betonringen hält die SPÖ jedoch wenig. Im Gegenteil, man sieht durch die Barrieren eine Erhöhung der Unfallgefahr gegeben. Vor allem der Betonring kurz nach der 90-Grad-Kurve in der Arzbergstraße würde für die Straßenbenützer bei Eis und Schnee ein verkehrstechnisches Problem ergeben. Die SPÖ forderte deshalb ein gemeinsames Gespräch aller zuständigen Amtsträger der Gemeinde mit den Anrainern ein, um eine Lösung herbeizuführen. Am Dienstag vergangener Woche lud Bürgermeister Krammer nun die betroffenen Anrainer zur Diskussion dieser Sache ins Rathaus. Über 50 Personen kamen.

Sichtbarkeit soll verbessert werden

„Fast alle Anrainer halten diese Betonringe für eine Zumutung“, so Verkehrsstadtrat Alfred Beyer (SPÖ), der angibt, über die Umsetzung dieser Maßnahme nicht informiert gewesen zu sein. Vor allem jener Ring im Steilbereich sei bei rutschiger Fahrbahn mehr als gefährlich. Zwei Fahrzeuge kämen hier schwer aneinander vorbei. Wenn bei winterlicher Fahrbahn das bergabfahrende Fahrzeug anhalten wolle, könne es sein, dass es ins Rutschen komme. Halte das bergauffahrende Fahrzeug an, sei es möglich, dass es aufgrund der Steilheit am Berg hängen bleibe.

Dass Tempo 30 aber oft nicht eingehalten wird, sieht auch der Verkehrsstadtrat als Problem. „Überall wird zu schnell gefahren. Barrieren ändern daran aber nichts“, ist Beyer überzeugt und ersucht die Verkehrsteilnehmer, das Tempolimit im Wohngebiet zu befolgen. „Tempo 30 hat sich bewährt. Man muss die Leute dazu motivieren, dieses auch einzuhalten. Wenn das alles nichts nutzt, ist der letzte Ausweg zu strafen.“

„An erster Stelle steht für mich die Sicherheit für alle Beteiligten – egal ob Fußgänger, Kinder auf dem Schulweg oder Fahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen“, so Bürgermeister Krammer. Bei der Diskussionsrunde vergangene Woche habe man sich darauf geeinigt, dass die Betonringe vorübergehend für eine Testphase stehenbleiben sollen, wobei die Kanten entschärft und die Sichtbarkeit verbessert werden sollen. Nur der Betonring kurz nach der Kurve, den auch die SPÖ bekrittelt, werde während des Winters entfernt.

Vor dem Sommer solle es dann eine neuerliche Geschwindigkeitsmessung geben und danach gemeinsam mit den Anrainern die weitere Vorgehensweise entschieden werden, kündigt Krammer an.
„Sollte die Messung ergeben, dass die Fahrbahnverengung keine Verbesserungen liefert, werden die Betonringe umgehend entfernt.“ Im Falle einer positiven Wirkung könne darüber diskutiert werden, anstatt der Ringe feste bauliche Maßnahmen, wie etwa Rabatte, die begrünt und überfahrbar wären, einzusetzen.