Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 14. Dezember 2016, 03:00

von NÖN Redaktion

"ensemble mosaik" huldigt Bach. Zum Konzert „Musik und Wort im Advent“ lud das ensemble mosaik des Kammerorchesters Waidhofen am Samstag ins Schlosscenter. Standing Ovations folgten.

Ursula Strauss und Dirigent Wolfgang Sobotka mit den Solisten Helmut Fuchs, Birgit Fluch, Marianne Vlceck, Ruth Kerschner, Helge Stiegler, Caroline Atschreiter und Lorenz Maderthaner (v.l.).  |  Leo Lugmayr

Das im Jahr 1977 gegründete Barockensemble des Kammerorchesters Waidhofen hat sich in der Zeit seines Bestehens bei vielen Konzerten einen guten Namen gemacht. Der Name – ensemble mosaik – unterstreicht die Tatsache, dass sich dieses Streichorchester bei der Programmgestaltung sowohl alten als auch zeitgenössischen Werken zuwendet.

Das aus professionellen Musikern, Musikschullehrern, Musikstudenten und ambitionierten Laien bestehende Ensemble steht unter der Leitung Wolfgang Sobotkas und musiziert mit dem Anspruch, Musik aus allen Stilepochen zu einem unvergesslichen Konzerterlebnis werden zu lassen.

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, wie seinen Brandenburgischen Konzerten und einer Suite, widmete sich das Ensemble in Waidhofen zur Gänze der Musik des musikalischen Giganten.

Souveräne Technik, einfühlsame Gestaltung

Am Beginn stand das „Brandenburgische Konzert Nr. 4 in G-Dur“, bei dem die Musiker sowohl durch souveräne Technik als auch durch eine einfühlsame musikalische Gestaltung glänzten. Das Concertino lag bei Konzertmeisterin Marianne Vlceck (Solovioline) und den zwei Flötisten Ruth Kerschner und Helge Stiegler in den besten Händen.

Die drei Sätze wurden mit Können und Ambition lebendig gestaltet, das gleiche gilt für die groß angelegte Schlussfuge. Birgit Fluch gab dem Flötenpart Virtuosität und Wärme. Darauf folgte mit der „Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll“ ein Paradestück barocker Musizierkunst, dem die Solistin den Stempel ihrer Musikerpersönlichkeit aufdrückte.

Selbst beim Anlegen höchster Maßstäbe muss man dieser Musikerin großes Können attestieren. Der melodische Fluss und die fantasievolle Phrasierungskunst wurden überzeugend gemeistert.

Ursula Strauss präsentierte Texte

Wolfgang Sobotka dankte Ursula Strauss für ihre exzellente Vortragskunst.  |  Leo Lugmayr

Mit Umsicht und Gestaltungswillen waltete der Dirigent Wolfgang Sobotka am Pult seines Amtes und machte so Bach zu einem unvergesslichen Erlebnis. Schauspielerin Ursula Strauss umrahmte in gepflegter Vortragsweise mit passenden Texten von Franz Kafka, Georg Christian Lehms, Marlene Streeruwitz, Rainer Maria Rilke, Ludwig Hirsch und anderen die musikalischen Darbietungen.

Mit Bachs „Brandenburgischem Konzert Nr. 2 in F-Dur“ ließen alle Musiker noch einmal ihr Können aufleuchten, wobei dem Tutti Flöten (Ruth Kerschner, Helge Stiegler), Oboe (Lorenz Maderthaner), Trompete (Helmut Fuchs) und Violine (Marianne Vlceck) als Concertino zur Seite standen.

Als versierte Cembalistin erwies sich Caroline Atschreiter. Ambitioniert widmeten sich die Musiker unter Sobotkas energischer Leitung dem Wechselspiel feinster Einfälle. Das Publikum feierte dieses gelungene Konzert mit Standing Ovations.