Erstellt am 30. April 2016, 06:04

von Leo Lugmayr

Hospizdienst: 1.174 Stunden Begleitung. Beistand in den letzten Lebensmonaten bietet die Caritas in Waidhofen an. Im Herbst findet ein Hospizlehrgang für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung statt.

Margit Baumgartner, Andrea Hürner, Ingrid Kefer und Renate Schiefer (v.l.) sind vier der Mitarbeiter innen im Caritas-Hospizdienst.  |  NOEN, Lugmayr

Ihre Arbeit geschieht in aller Stille und Behutsamkeit und ist nicht spektakulär: Die 16 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Caritas Hospizdienstes sehen ihre Aufgabe darin, einfach da zu sein, wenn das Leben seine letzte Strecke zurücklegt. „Wir haben die Aufgabe, einfach da zu sein“, sagt die Koordinatorin des Hospizdienstes Andrea Hürner, die seit Kurzem ihr Büro in der „Residenz“ in der Waidhofner Mühlstraße aufgeschlagen hat.

Dabei beeindrucken die Zahlen: 2015 wurden von den Mitarbeiterinnen des mobilen Hospizdienstes in Waidhofen 62  Patienten und Angehörige begleitet und in dieser Zeit 1.174 Begleitstunden geleistet – davon 986 Stunden ehrenamtlich. Zu seinen Klienten kommt der Hospizdienst meist über Pflege- und Palliativnetzwerke.

„Einfach anwesend sein und warten, welche Bedürfnisse der Patient hat, so beginnt unsere Arbeit“, sagt Margit Baumgartner, die seit drei Jahren ehrenamtlich bei der Caritas tätig ist. Ingrid Kefer und Renate Schiefer, die 2009 ihre Ausbildung abgeschlossen haben, meinen: „Wir kümmern uns um die seelischen Bedürfnisse der Sterbenden und, wenn es gewünscht wird, um Trauerbegleitung danach.“

Das setzt Ausbildung voraus. Für Interessierte startet im August ein Hospizlehrgang im  BildungsZentrum St. Benedikt in Seitenstetten.