Erstellt am 25. Mai 2016, 05:54

von Leo Lugmayr

Integration ist die Antwort. Als Auftakt zur Aktionswoche "Building Bridges" sprach der ORF-Journalist und Buchautor Karim El-Gawhary im Kristallsaal zum Thema Aufbruch in der arabischen Welt.

Nach dem Referat von Karim El-Gawhary wurde in der Diskussion der politischen Situation im Orient auf den Zahn gefühlt.  |  NOEN, Foto: Lugmayr

Keine platten Antworten, sondern ein Spektrum an differenzierten Überlegungen zu den Themen Flucht, Migration und Integration lieferte der ORF-Journalist und Buchautor Karim El-Gawhary zuerst in seinem Überblicksreferat und in der Folge in der fast zweistündigen Diskussion im Kristallsaal am Montag.

Als Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche „Building Bridges“ hatte man den Kenner der politischen und gesellschaftlichen Situation im Orient und in den Maghreb-Staaten Nordafrikas eingeladen. Dabei entsprach El-Gawhary den Erwartungen, dass er den Handlungsbedarf vor allem in einem gemeinsamen Auftreten Europas bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme sieht.

Tor zum friedlichen Zusammenleben

In einem sich neu aufstellenden Kontinent sei aktive und von der Gesellschaft gelebte Integration ein Gebot der Stunde. Als einen wirkungsvollen Schlüssel, der das Tor zu einem friedlichen Zusammenleben öffnet, identifizierte er die Bildung, und da insbesondere die Bildung der Frauen.

Beeindruckend führte er Phänomene wie das internationale Schlepperwesen auf plausible Gründe im Alltag der Betroffenen sowohl auf Schlepper- als auch auf Migrantenseite zurück.

Referat und Diskussion mündeten jedenfalls in der stets wiederkehrenden Erkenntnis, dass Migration im 21. Jahrhundert eine nicht mehr wegzudiskutierende Tatsache sei, mit der sich Europa abfinden müsse. Daher gebe es für Integration auch gar keine realistische Alternative.