Erstellt am 23. September 2015, 05:32

von Andreas Kössl

Kuppe kommt weg. Fraktionen einigen sich doch noch auf Entschärfungen inder Berghofstraße. Keine Straßenverbreiterung. Kosten: 25.000 Euro.

Bürgermeister Werner Krammer, Stadtrat Kurt Hraby, Stadtrat Martin Roseneder und Stadtrat Alfred Beyer beim Lokalaugenschein.  |  NOEN, Magistrat

Heftig war die Diskussion, die in der letzten Sitzung des Waidhofner Gemeinderates im Juli über den Kuppenabtrag in der Berghofstraße geführt wurde. Die SPÖ hatte gefordert, den Steilbereich zu Beginn im Zuge der geplanten Kanal- und Kabelverlegungsarbeiten aus Sicherheitsgründen zu entschärfen und zu verbreitern. Ein dahingehender Antrag wurde mit den Stimmen von WVP und Teilen der UWG jedoch abgelehnt. Als Grund wurden Kosten von rund 80.000 Euro sowie Befürchtungen, der Verkehr zur Siedlung „Am Moos“ würde sich dadurch von der Arzberg- auf die Berghofstraße verlagern, genannt. Die NÖN berichtete.

Schmutzwasserkanal muss erneuert werden

Nun konnte letztlich doch noch eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten gefunden werden. Mit den Grabungsarbeiten für die Kanalentflechtung in der Berghofstraße hat sich nun herausgestellt, dass der bestehende Schmutzwasserkanal völlig erneuert werden muss. SPÖ-Stadtrat Alfred Beyer regte deshalb an, den Kuppenabtrag noch einmal zu überdenken und Bürgermeister Werner Krammer (WVP) ließ die Kosten für eine neue, verkürzte Variante des Kuppenabtrags ohne Verbreiterung berechnen, wobei man auf 25.000 Euro kam.

„Das Ergebnis hat mich dazu bewogen, das Ganze nochmals mit den zuständigen Stadträten für Verkehr, Infrastruktur und Bauangelegenheiten zu besprechen. Gemeinsam mit den Kollegen Beyer, Roseneder und Hraby sind wir zur Auffassung gelangt, dass ein Kuppenabtrag zu den nunmehr deutlich reduzierten Kosten und ohne Straßenverbreiterung sinnvoll ist“, so Krammer. Die Situation werde dadurch für Radfahrer und Fußgänger verbessert und die Straße im Winter auch für Autofahrer sicherer gemacht. Durch den Verzicht auf die Straßenverbreiterung sei auch eine Verkehrsverlagerung von der Arzberg- zur Berghofstraße nicht zu befürchten.

Auch Stadtrat Beyer ist zufrieden: „Ich bin froh, dass eine kostengünstige Lösung für alle Betroffenen gefunden wurde.“