Erstellt am 07. April 2018, 05:00

von Andreas Kössl

Richthammer: Harte Klänge auf Platte. Die Waidhofner Band Richthammer legt mit „Ascheland“ nun ihr Debütalbum vor: ein Death-Metal-Konzeptalbum über den Untergang der Menschheit. Nun wird ausgiebig getourt.

Richthammer sind Thomas „Hombo“ Kohlnberger (Schlagzeug), Manuel „Schumi“ Schumach (Gitarre, Hintergrundgesang), Florian „Flo“ Fangmeyer (Gesang, Gitarre) und Patrick „Stone“ Steinmassl (Bass) (v.l.). „Ascheland“ nennt sich das Debütalbum der Death-Metal-Band.  |  Richthammer

Seit neun Jahren schon treffen sich die Mitglieder der Band Richthammer konsequent jeden Sonntag, um gemeinsam an ihren Songs zu feilen. Gut, dass der Proberaum in der Waidhofner Unterzeller Straße gut isoliert ist, denn Richthammer haben sich ganz dem Death Metal verschrieben – einem Musikgenre, bei dem es doch einigermaßen laut und deftig zur Sache geht.

Stark verzerrte, tiefer gestimmte E-Gitarren und Bässe treffen da auf ein stakkatoartiges Schlagzeugspiel und einen gutturalen Gesangsstil, der den düster-nihilistischen Texten den entsprechenden Nachdruck verleiht.

Begonnen haben Richthammer im Jahr 2009 noch als Fünfergespann, mittlerweile ist man zu viert. Nun hat die Waidhofner Metal-Band beim Label „Studio Hundert Records“ mit „Ascheland“ ihr Albumdebüt vorgelegt.

„Von den ersten musikalischen Gehversuchen bis zu diesem Album war es ein weiter Weg.“Gitarrist Manuel „Schumi“ Schumach

Aufgenommen wurde das gute Stück innerhalb des letzten Jahres im Studio des Produzenten Jay Hundert in Tirol. Dort hat schon die Waidhofner Hardrock-Band Eastwood Haze ihr Debütalbum „Common Dedication“ eingespielt. „Patrick und ich arbeiteten 2017 gemeinsam mit Jay am Eastwood-Haze-Debütalbum. Dort lernten wir seine kompetente Arbeit kennen und entschieden uns dann, auch mit Richthammer bei ihm aufzunehmen“, sagt Sänger und Gitarrist Florian „Flo“ Fangmeyer. Der Waidhofner ist ebenso wie Bassist Patrick „Stone“ Steinmassl aus St. Peter/Au bei Eastwood Haze aktiv.

Im Jänner des Vorjahres haben Richthammer die gemeinsame Arbeit an „Ascheland“ dann aufgenommen. „Nachdem die gesamte Band Jay kennengelernt hatte, ging es als erstes an die Songauswahl und danach ans Umarrangieren der Lieder“, erzählt Stone. Aufgenommen wurde das Album dann im Juli 2017 innerhalb von drei arbeitsintensiven Wochen. Die Fertigstellung erfolgte im vergangenen Herbst.

NOEN

Seit 31. März ist „Ascheland“ nun in digitaler Form über diverse Plattformen wie Amazon, iTunes oder Spotify sowie als CD erhältlich. Ab Mitte April wird es das Album in einer limitierten Auflage von 100 Stück auch auf Vinyl zu kaufen geben.

„Wir haben viel Zeit und Arbeit in diese Platte reingesteckt. Von den ersten musikalischen Gehversuchen vor neun Jahren bis zu diesem Album war es ein weiter Weg“, sagt Gitarrist Manuel „Schumi“ Schumach aus Amstetten. „Wir haben vor diesem Album einen starken Imagewandel durchgemacht, sowohl musikalisch, als auch vom Auftreten her“, ergänzt Schlagzeuger Thomas „Hombo“ Kohlnberger aus Waidhofen.

Die Band betont, dass es sich bei „Ascheland“ um ein Death-Metal-Konzeptalbum handle. „Inhaltlich geht es darum, dass ein Bote die Menschheit davor warnt, weiter in Dekadenz und Habgier zu leben, doch der Ruf verhallt ungehört“, führt Flo aus. „Was folgt, ist die Zerstörung durch Dämonen, bis die Welt schließlich zum Ascheland geworden ist.“ Der gesellschaftskritische Aspekt steht für die Band dabei aber nicht im Vordergrund. „Die Platte bietet Interpretationsspielraum“, sagt Hombo. „Jeder kann sich seine eigene Geschichte dazu überlegen.“

Konzerte in Deutschland und Osteuropa geplant

Musikalisch enthält „Ascheland“ die genretypischen Ingredienzien. Die schweren Riffs und düsteren Lyrics werden immer wieder von Tempowechsel und Gitarrensoli durchbrochen, wobei die Härte bei Richthammer auch zugunsten melodischer Passagen in den Hintergrund treten kann.

Für den Rest des Jahres begibt sich das Waidhofner Vierergespann nun auf eine ausgedehnte Tour. Los geht es am 14. April in der Bar Walhalla in Spittal an der Drau. Es folgen Konzerte in St. Pölten, Wien und Salzburg. Danach stehen Deutschland und Osteuropa am Tourplan. Ein Auftritt in Amstetten ist in Planung.

In Waidhofen wurde „Ascheland“ dem Publikum bereits im Jänner beim „Black Greek Festival“ im Rittersaal des Rothschildschlosses vorgestellt. Das Metal-Festival, das von der Band organisiert wurde, soll nächstes Jahr seine zweite Auflage erleben. Dann werden Richthammer sicher wieder auch die Ybbstalmetropole musikalisch dem Erdboden gleichmachen.