Erstellt am 22. Juni 2016, 05:20

von Christa Hochpöchler

Seit 90 Jahren in den Bergen im Einsatz. 35 Kameraden der Bergrettung Waidhofen in 13 Gemeinden im Einsatz. Neues Fahrzeug wurde seiner Bestimmung übergeben.

Christian Wiesbauer, Ortsstellenleiter Andreas Zeidlhofer, Rainer Prager und Moderator Klaus Pollak erzählten über die Aufgaben der Bergrettung und ließen 90 Jahre Revue passieren.  |  NOEN, Hochpöchler

Die Bergrettung Waidhofen lud am Sonntag in den Konviktgarten, um ihr 90-jähriges Bestandsjubiläum zu feiern. Auch Bergretter aus den Nachbarregionen, Vertreter der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und der Wasserrettung gaben sich dabei die Ehre.

Ortsstellenleiter Andreas Zeidlhofer nahm die Begrüßung vor und legte dar, was das denn für Menschen seien, die sich der Menschenrettung im alpinen Gelände verschrieben haben. Bergretter seien Menschen die alpinistisch unterwegs, gerne draußen sind und die Kameradschaft pflegen, so Zeidlhofer.

35 Kameraden zählt man bei der Bergrettung Waidhofen derzeit. Einmal im Monat veranstaltet man eine Übung. Seiltechniken werden dabei ebenso geprobt wie Bergungen von Paragleitern. Einmal im Jahr wird gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Rotem Kreuz eine große Übung organisiert. Neue Mitglieder sind gerne gesehen. „Wir bilden nicht Bergsteiger aus, sondern Bergretter, d.h. man muss diese Fähigkeiten wie Trittsicherheit etc. schon mitbringen“, sagte Zeidlhofer.

Bergretter Klaus Pollak erzählte von früher, als die Menschen noch nicht touristisch unterwegs waren und sich die Rettung vor allem auf Jäger und Forstarbeiter fokussierte. Jetzt sind die Skipisten das Haupteinsatzgebiet der Bergretter. „Bei uns fängt der Einsatz an, wo der Allrad nicht mehr weiter kann“, brachte es Pollack auf den Punkt. Anschließend wurde vom „roten“ Seelsorger Franz Sieder die Segnung des neuen Bergrettungs-Fahrzeuges vorgenommen.

„Die Segnung ist nicht direkt mit dem Fahrzeug selbst verbunden, sondern gilt vor allem den Bergrettern und den Geretteten“, so Sieder und verwies darauf, dass man gerade in den Bergen näher bei Gott sei. Als Pate des neuen Autos fungiert Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, er organisierte den ausständigen Betrag für die Finanzierung mit den 13 Gemeinden im Einsatzgebiet.