Erstellt am 16. März 2016, 05:14

von Andreas Kössl

Sicher zur Schule radeln. Radlobby Waidhofen möchte, dass Einbahnen für Radfahrer fallen und präsentiert Lösungsvorschläge für ungefährlichere Radanbindung der Wasservorstadt an Schulen.

Ein Dorn im Auge ist den Radaktivisten die Ausfahrt von der Alten Weyrer Straße auf die B 121 und sie schlagen vor, dass Radfahrer die Straße erst später queren sollen - wie etwa hier entlang des Zebrastreifens.  |  NOEN, Kössl

Seit drei Jahren gibt es die Radlobby-Gruppe Waidhofen bereits. Derzeit hält man bei rund 70 Mitgliedern. Am vergangenen Donnerstag lud die Radlobby Waidhofen ihre Mitglieder zum Treffen beim Punti-Wirt, um über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und Vorhaben im heurigen Jahr zu informieren.

Dabei nutzten die Radaktivisten die Gelegenheit, ihre Wünsche für eine radfahrerfreundlichere Gestaltung des Straßenverkehrs in Waidhofen zu deponieren – schließlich waren mit Vizebürgermeister Martin Reifecker (SPÖ) sowie den Stadträten Alfred Beyer (SPÖ) und Franz Sommer (ÖVP) drei politische Vertreter der Stadt anwesend, die nicht nur Radlobby-Mitglieder sind, sondern auch im Verkehrsausschuss des Waidhofner Gemeinderates aktiv sind.

Sprecher Gunnar Scholz bekräftigte einmal mehr die Radlobby-Forderung, die Einbahnen in der Ybbsitzerstraße zwischen Zeller Hochbrücke und Riedmüllerstraße sowie in der Pocksteinerstraße zwischen Durstgasse und Graben für die Radfahrer zu öffnen. Weiters plädieren die Alltagsradfahrer für eine bessere Rad-anbindung der Stadtrandlagen an die Innenstadt. Hier konnte Stadtrat Sommer von zwei angedachten Verbesserungen berichten.

Radweg im Redtenbach und nach Oberland

Zum einen soll im Redtenbach 2018 ein Radstreifen von der Ortstafel bis zur Bachwirtsiedlung kommen. Zum anderen werde die Stadt eine durchgängige Radwegverbindung bis Oberland schaffen. Das dafür notwendige Trassenband habe man nun zur Gänze übernommen – mit Ausnahme eines Abschnitts, bei dem sich der Besitzer weigert, das Grundstück abzutreten.

Hier werde aber eine andere Lösung realisiert, so Sommer. Die flächendeckende Umsetzung von Tempo 30 auf allen Nicht-Vorrangstraßen im Stadtgebiet hob Radlobby-Sprecher Scholz ebenso positiv hervor, wie den neuen radfahrtauglichen Schlosssteg. Dabei hielt der Radlobby-Sprecher aber fest, dass Tempo 30 vielfach nicht eingehalten werde und der Radius beim Steg für die Radfahrer auf Zeller Seite nicht ideal sei.

Bekrittelt wurde auch die zu steile Schwellenkante auf der Radachse im Kreuzungsbereich Durstgasse und Plenkerstraße sowie die dort und in der Eder-straße falsch angebrachten Dreiecksmarkierungen. Weiters wünscht sich die Radlobby eine schnellere Reaktionszeit der Fußgängerampel in der Pocksteinerstraße und dass die Ampeln auf Florianibrücke und Raifberger Brücke auch bei Radfahrern reagieren, was oft nicht der Fall ist.

Einige Lösungskonzepte präsentierte dann Radlobby-Mitglied Jakob Anger für eine bessere Anbindung der Wasservorstadt an die Schulen. Denn vor allem die Ausfahrt von der alten Weyrer Straße in die B 121 ist zu den Stoßzeiten in der Früh für die Schüler nicht ungefährlich. Die Radlobby schlägt vor, dass der Radverkehr weiter entlang der Lederergasse geführt werden und die Kreuzung der B 121 erst später erfolgen solle. Der Weg am Schulberg solle asphaltiert werden. Ein Lokalaugenschein der Stadtverantwortlichen mit der Radlobby wurde vereinbart.