Erstellt am 28. September 2015, 12:02

von Andreas Kössl

Sozialmarkt-Kunden werden immer mehr. Rund 300 Kunden hat der SOMA-Markt Waidhofen derzeit. Pensionisten, Alleinerzieherinnen und Asylwerber von Armut betroffen.

Bürgermeister Werner Krammer (hinten rechts) bedankte sich mit Stefanie Hudler, Elenor Reifberger-Dorfer, Johann Wagner (hinten, v.l.), Karin Komatz (1.Reihe, 3.v.l.) und Stadträtin Beatrix Cmolik (1. Reihe, 4.v.l.) beim SOMA-Team: Marjan Sabzehchian, Marktleiterin Gerlinde Luftensteiner, Marianne Baumgartner, Christine Spusta, Kherlen Enkhtuya, Regionalmanagerin Anneliese Dörr (vorne, v.l.) und Roswitha Brkic (hinten, 2.v.r.).  |  NOEN, Andreas Kössl

2009 wurde der Waidhofner SOMA-Markt vom Lions Club Waidhofen-Eisenwurzen ins Leben gerufen, mit der Intention, Menschen in Notlagen zu unterstützen. Zweimal die Woche, jeweils Dienstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, haben Personen mit geringem Einkommen hier die Möglichkeit, günstig einzukaufen. In den Regalen finden sich Produkte des täglichen Bedarfs – Lebensmittel, die zwar in Ordnung sind, jedoch nicht mehr regulär verkauft werden können, ebenso wie Hygieneprodukte – zu einem günstigen Preis.

Voraussetzung für einen Einkauf im SOMA ist der Besitz der SOMA-Karte, die am Sozialamt bis zu einer gewissen Einkommensgrenze ausgestellt wird. Im Obergeschoß des SOMA-Marktes befindet sich ein Second-Hand-Shop, wo von Kleidung über Spielsachen bis hin zu Küchenutensilien ein breites Sortiment geboten wird. Hier kann jeder einkaufen bzw. zu den Geschäftszeiten auch brauchbare Dinge abgeben. Ebenfalls im Obergeschoß angesiedelt ist ein Café, wo man sich bei Kaffee und Kuchen von der Schnäppchenjagd erholen kann.

Ehrenamtliches Engagement

Seit etwa einem Jahr ist der SOMA-Markt in der Ybbsitzer Straße ein Teil von „SOMA Mostviertel mobil“. Dabei werden unter dem Motto „Wir kommen Ihnen entgegen“ mittlerweile 23 Gemeinden im Mostviertel mit dem SOMA-Bus angefahren, um die Waren vor Ort an finanziell benachteiligte Personen zu bringen. Mit Waidhofen und St. Valentin hat man zwei fixe Standorte.

Ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer könnte die Verkaufsstelle in der Ybbsitzer Straße aber nicht betrieben werden. Um sich für dieses Engagement zu bedanken statteten Bürgermeister Werner Krammer und Familienstadträtin Beatrix Cmolik mit Mitarbeitern des Waidhofner Sozialamtes dem SOMA-Markt am Freitag einen Besuch ab.

„Wir sind sehr froh, diese Einrichtung in der Stadt zu haben, und dass es Menschen gibt, die sich engagieren und so einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft liefern“, so Bürgermeister Krammer. „Der Bedarf ist leider gegeben.“ Dem pflichtete Stadträtin Cmolik bei: „Es kann so schnell gehen und man verliert seine Lebensgrundlage. Dabei kann es jeden von uns treffen.“

Rund 650 Kunden nutzen derzeit im Mostviertel das Angebot der Sozialmärkte. Rund 300 Kunden sind es in der Stadt Waidhofen. Die Tendenz ist steigend. „Vor allem Pensionisten und alleinerziehende Mütter sind unsere Kunden“, sagt Regionalmanagerin Anneliese Dörr. „Aber natürlich finden sich derzeit auch verstärkt Asylwerber unter unserer Kundschaft.“