Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 07. Juli 2016, 05:02

von Andreas Kössl

Temporeduzierung für Arzbergstraße. Betonringe zur Geschwindigkeitsreduzierung brachten nicht gewünschtes Ergebnis und wurden entfernt. Tempo-Anzeige wurde angebracht. Anrainer zufrieden.

 |  NOEN, Kössl

Drei Betonringe im Steilbereich der Arzbergstraße spalteten Ende des vergangenen Jahres die Geister. Nachdem Anrainer Befürchtungen an Bürgermeister Werner Krammer herangetragen hatten, dass die neu asphaltierte Straße zu einer „Rennbahn“ verkommen könnte, hatte sich die Stadt Waidhofen zu dieser Maßnahme entschlossen. Die dadurch verringerte Fahrbahnbreite sollte Tempo 30 in dem Straßenzug gewährleisten.

Die SPÖ, angeführt von Verkehrsstadtrat Alfred Beyer, selbst Anrainer in der Siedlung Am Moos, stieg gegen die Betonringe jedoch auf die Barrikaden. Durch die Barrieren würde sich vor allem im Winter bei rutschiger Fahrbahn die Unfallgefahr massiv erhöhen, so die Argumentation. Vor allem der erste Betonring nach der 90-Grad-Kurve in der Arzbergstraße würde für die Straßenbenützer bei Eis und Schnee ein verkehrstechnisches Problem darstellen.

Nach einem Gespräch zwischen Anrainern und Politik einigte man sich darauf, die Betonringe für eine Testphase stehen zu lassen und lediglich den Betonring kurz nach der Kurve zu entfernen. An seiner Stelle wurde eine Tempo-Anzeige angebracht.

Geschwindigkeitsmessungen wurden angekündigt. Sollten diese ergeben, dass die Fahrbahnverengung keine Verbesserungen liefere, so würden die Betonringe entfernt, kündigte der Stadtchef an. Die weitere Vorgehensweise sollte aber jedenfalls im Verbund mit den Anrainern entschieden werden.

Vor einigen Wochen wurden die Betonringe nun entfernt. Die Geschwindigkeitsmessungen, hatten ergeben, dass durch die Betonringe keine signifikante Geschwindigkeitsreduzierung erreicht wurde. Am Donnerstag der Vorwoche lud Bürgermeister Krammer die Anrainer der Arzbergstraße ein, die geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen in der Arzbergstraße erneut zu besprechen und die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen mit und ohne Betonringe zu präsentieren.

Verkehrsstadtrat Beyer zufrieden

Die anwesenden Anrainer zeigten sich mit der derzeitigen Situation zufrieden. Einig war man sich, dass das Aufstellen der Tempo-Anzeige sinnvoll war. Aus diesem Grund wird diese auch weiterhin stehen bleiben. „Mir ist wichtig, gemeinsam mit den Bürgern Lösungsansätze zu finden und dann auch rasch zu handeln“, sagt Bürgermeister Krammer. „Oft muss man auch etwas ausprobieren, um zu wissen, dass es nicht die beste Lösung ist. Das haben wir gemacht.“

Zufrieden mit der jetzigen Lösung zeigt sich auch Verkehrsstadtrat Beyer. „Ich habe schon damals gesagt, dass die Ringe für die Katz sind und man stattdessen auf bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Temporeduzierung setzen sollte.“