Erstellt am 27. November 2015, 05:43

Waidhofen übernimmt Präsidentschaft 2016. Gemeinsam mit der Gemeinde Munderfing steht die Stadtgemeinde dem Verein „Zukunftsorte“ im zweiten Halbjahr vor.

Munderfinger Bürgermeister Martin Voggenberger (l.) und Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer (Mitte) übernehmen die Präsidentschaft der »Zukunftsorte« im zweiten Halbjahr 2016. Dazu gratulierte auch »Zukunftsorte«-Obmann Josef Mathis (r.).  |  NOEN, Foto: Magistrat
Elf Mitgliedsgemeinden aus ganz Österreich bilden zusammen den Verein „Zukunftsorte“. Sie verfolgen vor allem ein Ziel: durch Zusammenarbeit und Innovation die Lebensqualität ihrer Gemeindebürger zu steigern. Auch Bürgerbeteiligungsprozesse haben einen hohen Stellenwert für den Verein, dem Waidhofen als einzige NÖ-Gemeinde angehört.

Ab 2016 wechseln sich die elf Gemeinden im sechsmonatigen Rhythmus mit der Präsidentschaft ab und diskutieren Bildung, Mobilität, Energiewirtschaft, Baukultur und soziale Verantwortung. Waidhofen übernimmt im zweiten Halbjahr gemeinsam mit der Gemeinde Munderfing die Präsidentschaft der „Zukunftsorte“.

Kontakt halten mit Ausheimischen

Das Leader-Projekt 2016 der „Zukunftsorte“ trägt den Titel „DaUNDort“. Es befasst sich mit Lernen im überregionalen Netzwerk. Dabei stehen der Wissensaustausch und das lebenslange Lernen im Vordergrund.
Das Hauptthema Waidhofens werden die Ausheimischen sein. Das sind jene Menschen, die ihre Gemeinde verlassen haben, sei es wegen Job oder Bildung, zu denen man aber Kontakt halten will.

Die Ausheimischen sollen sich mit ihrer Stadt weiterhin verbunden fühlen, auch wenn sie nicht mehr hier leben. Außerdem sollen sie sich aktiv in ihre Stadt einbringen können und als Multiplikator für ihre Heimatstadt fungieren. Vor allem Verbindungen im Bereich Wirtschaft und Lernen sollen verstärkt werden. Das gilt aber genauso für anderswo Ausheimischen, die in einer Gemeinde zuziehen, etwa um in einem lokalen Betrieb zu arbeiten.

Lehrlingsoffensive steht 2016 im Mittelpunkt

Schlüssel dazu sind unter anderem hochwertige Job- und Bildungsangebote und die Vernetzung von beidem. Der lokale Aktionsplan für Beschäftigung und Bildung in Munderfing oder die Lehrlingsoffensive in Waidhofen/Ybbs sind Musterbeispiele dafür und werden im zweiten Halbjahr 2016 im Mittelpunkt stehen. „Zukunftsort zu sein heißt für mich, nachhaltig, mit Bedacht auf alle Generationen Lebensqualität nicht nur zu bewahren, sondern innovativ weiterzuentwickeln“, unterstreicht Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer.

Letzte Woche trafen sich die elf Mitgliedsgemeinden außerdem zur Herbstkonferenz in Wien. Dabei stand das Schwerpunktthema „Bildung.Ausbildung.Weiterbildung – Lösungen für Österreich“ im Mittelpunkt. Die Gedanken wurden in einem Sieben-Punkte-Positionspapier verschriftlicht. Gemeinsam sollen die Vorschläge der „Zukunftsorte“-Herbstkonferenz der Bildungsministerin übergeben werden.