Erstellt am 12. April 2017, 04:00

Klangraum: Standing Ovations zum Festivalauftakt. Jörg Demus gilt als Doyen unter den österreichischen Pianisten. Er begeisterte am Sonntag im Waidhofner Kristallsaal.

Mehr Gäste hätte der Kristallsaal nicht fassen können. Am Sonntag gestaltete Jörg Demus, ein Doyen unter den erfolgreichen österreichischen Pianisten, das Eröffnungskonzert des Klangraums.

In seinem Programm begab er sich auf literarische Spuren der Romantik und spannte den Bogen von Beethoven bis Debussy und zu eigenen Werken. Der in Niederösterreich geborene Pianist, der am 2. Dezember seinen 89. Geburtstag feiert, schöpfte aus einem reichen Lebenswerk.

Beginnend mit Robert Schumanns „Des Abends“ aus den „Fantasiestücken op. 12“, fing er mit Frédéric Chopins „Nocturne in Fis-Dur, op. 15/2“ die Magie der Nacht ein. Es folgten Gabriel Faurés „Nocturne in Des-Dur, op. 63“ und Claude Debussys „Nocturne in Des-Dur“, bevor Demus das Publikum mit Ludwig van Beethovens „Mondscheinsonate“ in die Pause entließ.

Mit den Stücken „Um Mitternacht“ und „Sternennacht“ gab er Einblick in sein eigenes kompositorisches Schaffen. Es folgten Claude Debussys „La terrasse des audiences du clair de lune“ und Robert Schumanns „Nachtstück, op. 23/4“. Mit Standing Ovations erlangte das Publikum zwei Zugaben.